Schul- und Kulturausschuss : Stärkung der Präventionsarbeit vor Ort

Schulsozialarbeit ist Prävention. Begleitend zur Arbeit der Lehrer im Unterricht kann sie demnach nicht früh genug starten.

shz.de von
15. September 2011, 21:16 Uhr

Auch in Uetersen gibt es von den Schulen seit Langem den Wunsch nach sozialpädagogischer Unterstützung. Neben der Rosenstadtschule meldeten die Grundschulen Friedrich-Ebert und Birkenallee entsprechende Bedarfe an. Mit den Wünschen hat sich der Schul- und Kulturausschuss während seiner jüngsten Sitzung erneut befasst. Die Verwaltung hatte den Politikern aufgeschlüsselt dargestellt, welche Landes- und Bundesmittel zur Finanzierung zur Verfügung stehen. Nun soll, gemäß eines CDU-Antrages, der einstimmig angenommen wurde, zunächst dem Wunsch der beiden Grundschulen entsprochen werden. Gleichzeitig soll die Verwaltung der Politik Wege aufzeigen, wie auch der Bitte der Regionalschule gefolgt werden kann. Man sei bereits dabei, heißt es von der Stadtverwaltung.

Die beiden Uetersener Grundschulen sollen nun per sofort mit jeweils einer halben Sozialarbeiterstelle bedient werden, zunächst befristet bis Ende 2012. Die Verwaltung hat errechnet, dass dafür rund 42000 Euro aufgewendet werden müssen. Das Geld steht in voller Höhe aus Bundesmitteln zur Verfügung.

Im Rahmen der Umsetzung des § 28 des Sozialgesetzbuches II (Bedarfe für Bildung und Teilhabe) wurde durch die Bundesregierung ein zeitlich begrenztes Paket (Ende 2013) zur Finanzierung der Mittagsverpflegung im Rahmen der Hortunterbringung und zur Umsetzung von Maßnahmen der Schulsozialarbeit integriert.

Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte jüngst beschlossen, diese Mittel zusätzlich zu dem bestehenden Finanzierungssystem zum weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit erst einmal bis 2012 zur Verfügung zu stellen.

Das bedeutet, dass Schulträger rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres Anträge stellen können, um zusätzliche Stellen für den Schulsozialarbeits-Bereich zu realisieren. Ein Eigenanteil muss nicht erbracht werden. Bei den den Schulträgern in Aussicht gestellten Landesmitteln in Höhe von 2,5 Millionen Euro bis Ende 2012 fehle bislang ein konkreter Schlüssel zwecks Verteilung auf die einzelnen Kommunen, sodass dieser Topf bislang nicht zur Verfügung stehe, informierte die Verwaltung.

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