Wendepunkt Elmshorn : Stärken gebündelt

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Große Neuerungen kommen auf den „Wendepunkt“ zu. Der Verein, der sich gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt an Mädchen und Jungen einsetzt, bündelt seine Kompetenzen. Dies bedeutet, dass der seit 15 Jahren agierende Förderverein in dem Trägerverein Wendepunkt e.V. Elmshorn aufgeht. Der Förderverein hatte mit seinen Mitgliedern ehrenamtlich die Arbeit der Anlauf- und Beratungsstellen unterstützt. Dessen Vorsitzender, Rechtsanwalt Jens Jähne von der Sozietät Poppe aus Elmshorn, hatte seit 1997 seinen Posten inne.

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03. Juli 2012, 21:21 Uhr

Drei Vorstandsmitglieder des Fördervereins wechseln nun auch in den Vorstand des Trägervereins, nur Jens Jähne will sein Amt aus beruflichen Gründen niederlegen – dem Wendepunkt aber weiterhin mit seinem Wissen und Netzwerk zur Verfügung stehen. Natürlich wird auch der alljährliche Bluesfrühschoppen von der Kanzlei Poppe und Jens Jähne weiterhin organisiert.

Die Geschäftsführerin Ingrid Kohlschmitt freute sich über die Entscheidung, die Kompetenzen zu bündeln: „Vielleicht war es in der Vergangenheit der Öffentlichkeit auch nicht immer ganz klar, wo die Zuständigkeiten liegen“, so Kohlschmitt. Der Abschied von Jens Jähne hingegen fällt der Geschäftsführerin sichtlich schwer, denn der Förderverein unter der Leitung von Jähne habe dem Wendepunkt eine unvergleichliche finanzielle, aber auch ideelle Unterstützung zukommen lassen.

Auch wenn etwas Wehmut dabei ist, könnten die Mitglieder des Fördervereins nun problemlos in den Trägerverein wechseln. Dieser ist heute etwa 80 Mitglieder stark, von denen ein Großteil pädagogische oder psychosoziale Fachkräfte sind. Aber auch für diejenigen, die gerne die Arbeit des Wendepunktes unterstützen möchten, vor einer Vereinsmitgliedschaft allerdings zurückschrecken, gibt es ein gänzlich neues Angebot. So ist es möglich, als „Freund“ des Wendepunktes die Arbeit finanziell zu unterstützen. Ab fünf Euro pro Monat kann man in den Freundeskreis aufgenommen werden – der Betrag ist nach oben natürlich offen. Dafür bekommt man regelmäßig Newsletter über die Arbeit des Wendepunkts zugeschickt und bleibt über die Entwicklung der Anlaufstellen im Kreisgebiet ständig auf dem Laufenden.

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