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Energie : Stadtwerke erhöhen Strompreis moderat

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist ein heißes Thema: Bundesweit werden viele Anbieter die Strompreise mit Wirkung vom 1. Januar 2013 teils massiv erhöhen. Die Gründe sind zum Teil nachvollziehbar, weil kaufmännisch notwendig. Geltend gemacht werden können demnach die Steigerung der EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und die Kosten gemäß des Paragrafen 19 StromNEV. Zudem wird 2013 erstmalig die „Offshore-Haftungsumlage“ eingeführt.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2012 | 20:52 Uhr

Auch die Stadtwerke Uetersen sind von diesen staatlich verordneten Mehrbelastungen betroffen. Geschäftsführer Manfred Tietje: „Während die anderen Anbieter gemäß Presseberichten ihre Preise um durchschnittlich zwölf Prozent zum 1. Januar 2013 erhöhen werden, passen die Stadtwerke Uetersen durch gezielte planerische Maßnahmen den Preis erst ab dem 1. März 2013 und dann nur moderat an. Mit dem Ergebnis, einen Preis unterhalb des Niveaus der Mitbewerber anbieten zu können.“

Die neuen Preise werden seitens der Stadtwerke wie folgt angegeben: Arbeitspreis pro kWh: 26,65 Eurocent; Grundpreis pro Monat: 8,50 Euro (alt: 25,16 Eurocent und sieben Euro).

Der Arbeitspreis erhöht sich somit um 5,9 Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden (entspricht einem Drei- bis Vier-Personenhaushalt) bedeutet das unter Berücksichtigung der jährlichen Steigerung des Grundpreises um 18 Euro einen Anstieg um 70,15 Euro oder 6,8 Prozent.

Der neue Strompreis wird seitens der Stadtwerke bis Jahresende 2013 garantiert. Und was ist mit dem Preis für Erdgas? Einen Preisanstieg gibt es dort nicht, so dass die Stadtwerke Uetersen nun auch dort zu den günstigsten Versorgern der Region zählen. Warum haben die Stadtwerke neben dem Netzbetreiber, der Schleswig Holstein Netz AG eigene Ablesungen durchgeführt?

„Die Stadtwerke Uetersen haben ihre Kunden gebeten, die Zählerstände selbst abzulesen und das Ergebnis den Stadtwerken mitzuteilen. Dadurch soll erreicht werden, dass der Kunde auch nur das bezahlen muss, was er wirklich verbraucht hat. In der Vergangenheit hatte es immer wieder fehlerhafte Mitteilungen durch den Netzbetreiber gegeben, was zu falschen Jahresrechnungen und Festlegungen der Abschlagzahlungen geführt hat“, sagt der Geschäftsführer.

Für die Stadtwerke Uetersen bedeute diese Maßnahme einen hohen zusätzlichen Aufwand, der aber zugunsten der Kundenzufriedenheit gerne in Kauf genommen werde. Die persönliche Betreuung vor Ort und die sozialen Ziele des Nahversorgers würden weiterhin den Charakter der Stadtwerke Uetersen bestimmen, verspricht Tietje.

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