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Energiemarkt : Stadtwerke Barmstedt senken die Gaspreise

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Während sich die Kunden in 2016 auf steigende Stromkosten einstellen müssen, wird Gas bei vielen kommunalen Energieversorgern im Kreis Pinneberg in diesem Jahr billiger.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2016 | 18:34 Uhr

Nach den Stadtwerken Halstenbek, die die Kunden bereits zum 1. Dezember 2015 mit einer Preissenkung erfreuten, machen im neuen Jahr die Stadtwerke Barmstedt weiter. Der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde soll ab 1. Februar bei 4,59 statt bisher 4,63 Cent liegen. Gleichzeitig hat der Barmstedter Werkeleiter Fred Freyermuth an die Kommunalpolitiker appelliert, über Konzessionsverträge mit einem regionalen Energieversorger nachzudenken und so zu einer Wechelstimmung bei den Kunden beizutragen. Es sei an der Zeit, mit dem Vorurteil, kommunale Energieversorger arbeiteten aufgrund ihrer geringen Größe ineffizient, aufzuräumen, sagte er.

Mit der angekündigten Preissenkung verdrängen die Stadtwerke Barmstedt selbst große kommunale Gaslieferanten wie die Stadtwerke Norderstedt (ab 4,84 Cent) und Hamburg Energie (ab 4,8 Cent) von den Spitzenplätzen. Und auch im Vergleich zu den anderen regionalen Energieversorgern schneidet das Kommunalunternehmen der kleinsten Stadt im Kreis gut ab: Die Stadtwerke Wedel bieten Gas ab einer Verbrauchsmenge von 10000 Kilowattstunden im Jahr für 5,92 Cent brutto an, Gas aus Uetersen liegt bei 6,16 Cent, die Senkung des Tarifs ist geplant, kommt aber wohl nicht vor April. Die Stadtwerke Tornesch-Pinnau liefern bei einer Preisgarantie bis 2017 Gas zum Preis von 5,24 Cent.

Zum Vergleich: Bei großen Versorgungsunternehmen wie E.on oder Vattenfalls liegen die Preise bei 4,61 und 4,7 Cent. Dagegen gebe es bei den Entgelten für die Netznutzung je nach Anbieter deutliche Unterschiede von bis zu einem Cent pro Kilowattstunde. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen hat der Leiter der Stadtwerke Barmstedt jetzt dazu aufgerufen, die Zahlen des bisherigen Gasversorgers zu überprüfen und gegebenenfalls zu wechseln.

„Es ist nicht zu verstehen, dass sich viele Kunden trotz einer Preisdifferenz von zum Teil mehreren hundert Euro pro Jahr nicht zu einem Wechsel bewegen lassen“, sagte er. Auch die Verbraucherzentralen sieht Freyermuth stärker als bisher in der Pflicht. „Ein noch deutlicherer Hinweis auf die Vorteile eines Gasanbieterwechsels würde den Kunden und auch den nicht profitgetriebenen kommunalen Energieversorgern helfen.“

Die Stadtwerke Barmstedt agieren vor allem in Schleswig-Holstein und Hamburg, haben aber auch ein Vertriebsbüro in Lüneburg.

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