Rat : Stadt sagt Bahngleisen Adé

Die Stadt Uetersen gibt die Bahngleise zwischen dem Gelände der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) und der Klosterkoppel auf. Mehrheitlich hat die Ratsversammlung am Freitag erklärt: „Es besteht kein Verkehrsbedürfnis für diese Strecke und es ist langfristig keine Nutzung der Infrastruktur im Rahmen der Zweckbestimmung zu erwarten.“

shz.de von
25. März 2012, 21:45 Uhr

Die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft (NEG) Niebüll will die Gleise an den Bahnübergängen zwischen der Kneipe „Taps“ und der Firma „Stora Enso“ sowie vor dem KViP-Busbahnhof abbauen. Nachdem sie beim Land die Freistellung der Strecke beantragt hatte, fehlte noch die Stellungnahme der Stadt.

CDU und FDP hatten den Beschluss abgelehnt. „Wir geben ohne Gegenleistung ein Faustpfand aus der Hand, nur weil die NEG die Unterhaltungskosten für die Bahnübergänge nicht mehr zahlen will“, sagte CDU-Fraktions-Chef Kai Feuerschütz. Dagegen habe die Stadt Tornesch zugesagt, im Rahmen ihres geplanten Verkehrskonzepts auch die betreffende Bahnstrecke mitzubetrachten. Er beantragte, die Zustimmung zur Freistellung bis zur Vorlage dieses Gutachtens zurückzustellen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rolf Maßow unterstützte Feuerschütz. „Wenn wir das aufgeben, kriegen wir das nie wieder“, sagte er. Dadurch, dass in Tornesch zusätzliche Zughalte eingerichtet werden sollen, werde die Anbindung nach Tornesch an Bedeutung gewinnen.

Dagegen bezeichnete Klaus Seidler (Bürger für Bürger Uetersen) die Strecke als Wurmfortsatz. SPD-Chef Ingo Struve warnte vor einem Ausbau. Sie überquere an fünf Stellen Straßen. „Ich mag mir gar nicht das Verkehrschaos in Uetersen vorstellten, wenn alle halbe Stunde eine S-Bahn fahren sollte“, sagte er.

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