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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 12:14 Uhr

Gründung : Stadt mit Bürgerstiftung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit gestern ist es offiziell: Elmshorn hat eine Bürgerstiftung, die von Bürgern initiiert und nun auch geführt wird. Die Verwaltung übernimmt die Sparkasse Elmshorn, die auch für das Stiftungskapital in Höhe von 100000 Euro gesorgt hat und für die kommenden Jahre jeweils eine Spende von 10000 Euro zusagte. Kosten für die Verwaltung entstehen der Stiftung nicht. Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje sprach gestern bei der Präsentation der Stiftung und ihrer Ziele von einem bedeutenden Tag für Elmshorn. „Die Bürgerstiftung ist ein Novum in der Stadt und in ihrer Art im Kreis Pinneberg einzig“, sagte er.

Hatje, der neben dem Banker Thorsten Stockfleth und dem Wirtschaftsprüfer Christian Frese im Vorstand sitzt, will zukünftig Menschen als Zustifter oder Gründer von Treuhandstiftungen gewinnen, „die dieser Stadt und ihren Bürgern etwas zurückgeben wollen“. Die Stiftung sei nicht auf kurzfristigen Erfolg ausgelegt. „Erfolgreiche Bürgerstiftungen brauchen Zeit und Menschen, die für die Idee brennen und sich engagieren“, sagte der Elmshorner Verwaltungschef.

Laut Satzung ist eine Förderung von Einzelpersonen ausgeschlossen. In den Genuss von Zuwendungen können gemeinnützige Organisationen aus Elmshorn und Umgebung kommen, wenn es um Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Jugend- und Altenhilfe, Sport, den Schutz von Ehe und Familie, die Förderung des Naturschutzes und des bürgerlichen Engagements geht. „Dabei ist uns der letzte Punkt am wichtigsten“, sagte Stiftungsvorstand Christian Frese.

Der Zweck sei bewusst weit gefasst worden, um alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Elmshorn abdecken zu können. „Wer Fördermittel beantragen möchte, muss an uns rantreten, wir werden nicht selber aktiv“, sagte der Wirtschaftsprüfer.

Dagegen will er offensiv auf potenzielle Stiftungsgründer zugehen, für die Idee werben. Möglich ist es, das Kapital durch Zustiftungen dauerhaft zu erhöhen. Aber auch Treuhandstiftungen, die den Namen des Stiftungsgründers tragen und zweckgebunden gegründet werden können, sind möglich.

Dafür stehen dem Vorstand und dem Stiftungsrat mit den Bankern Dirk Dummann und Olaf Seiler zwei erfahrene Stiftungsexperten zu Seite, die beraten und managen. „Das hat den Vorteil, dass Menschen, die ihr Vermögen nach ihrem Tod der Allgemeinheit zu Verfügung stellen wollen, nicht selber eine Stiftung gründen müssen“, sagte Thorsten Stockfleth. Zwar sei eine Treuhandstftung eigenständig, werde aber über die Bürgerstiftung verwaltet.

Interesse an diesem Modell gibt es in Elmshorn schon länger. So waren es offenbar auch vermögende Elmshorner Bürger, die den Anstoß gaben.

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erstellt am 03.Nov.2015 | 20:20 Uhr

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