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Gegen Überflutungen : Stadt bettet den Heidgraben neu

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Heidgraben in Uetersen erhält ein neues Bett. Ein erster, rund 280 Meter langer Abschnitt am Wischhörn ist kürzlich fertiggestellt worden. „Es musste etwas passieren“, sagte Holger Weber, Geschäftsführer der Abwasserentsorgung Uetersen bei der Bauabnahme am Dienstag. Der Graben war zugewachsen und verschlammt. Bei starken Regenfällen ging er über die Ufer. Viele Gärten zwischen dem Wischhörn und dem Stadtwald Langes Tannen standen dann unter Wasser. „Das war eine Seenlandschaft“, sagte Anwohnerin Andrea von der Holdt.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2012 | 21:11 Uhr

Das Gewässer fließt von Heidgraben her in Uetersen durch rund 27 Privatgrundstücke, mündet im Rosarium, gehört aber der Stadt. Sie ist für die Pflege zuständig. „Das ist ein zentraler Graben für die Stadt Uetersen“, sagte Weber. Das Gewässer habe eine große Bedeutung für die Entwässerung privater und öffentlicher Flächen.

Bausünden der vergangenen Jahrzehnte aber beschädigten das Ufer und hemmten den Abfluss. Holzwände, Mauerwerk und Betonplatten verengten den Graben, erhöhten die Fließgeschwindigkeit. Das Wasser höhlte Grundstücke aus, trug die Böschung ab. Wo sich das Material setzte, kam es zu Überschwemmungen.

Im Auftrag der Abwasserentsorgung hat das Rellinger Ingenieurbüro Lenk und Rauchfuß das Bett nun auf vier Grundstücken am Wischhörn naturnah gestalten lassen. Arbeiter der Meldorfer Baufirma Peters schütteten die Sohle mit Kies aus, um die Erosion zu verhindern. Eine Seite legten sie mit Netzschläuchen voller Steinbrocken als Steilböschung an, die andere flachten sie ab und befestigten sie mit losen Steinen. Es wurde Röhricht gepflanzt. Im November will Weber den Abschnitt bis Hatlapa, 2013/14 in der Gegenrichtung bis Heidgraben angehen. Die Eigentümer werden noch angesprochen. Laut Weber wird der Graben auch künftig über die Ufer treten. Sind die 1,2 Kilometer von Heidgraben bis Hatlapa aber erst erneuert, werde die Flut aber nicht mehr so stark ausfallen.

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