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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 03:00 Uhr

Initiative : Sprung in die Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals als deutschen Beitrag zu den „European Heritage Days“. Und auch im Kreis Pinneberg findet die Idee, an einem Tag im September sonst nicht oder nur in Teilen für die Öffentlichkeit zugängliche Denkmale und historische Stätten in den Fokus zu stellen, immer größeren Anklang und immer mehr Freunde. Am 13. September dreht sich dabei thematisch viel, aber längst nicht alles um die schönsten Kirchen.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 19:42 Uhr

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Oliver Stolz, ein erklärter Fan der Initiative, stehen an diesem Tag die Türen von zwölf Gebäuden in acht Orten offen. Dabei dürfte die Stimmung in der Tornescher Kulturgemeinschaft besonders gut sein, denn der Verein feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag und lädt am 13. September auf den Mölln-Hof in der Straße Bockhorn ein. Das einstige Bauernhaus stammt aus dem Jahr 1810 und beherbergt heute eine Sammlung von Gerätschaften für Land- und Hauswirtschaft.

Besichtigt werden können außerdem die Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt, die Nikolai-Kirche in Elmshorn, die Gotteshäuser in Haseldorf, Haselau und Rellingen sowie Quickborn und die Klosterkirche in Uetersen (UeNa berichteten). Die überwiegend barocken Architekturschönheiten locken mit wunderbaren Geschichten über Zerstörung und Wiederaufbau, Restaurierung und Bewahrung. Pastoren, Kantoren und zahlreiche ehrenamtliche Helfer, ausgestattet mit einem reichen Schatz an Wissen, warten auf die Besucher, führen und erklären.

Zu den weniger bekannten historischen Stätten gehört das Humburg-Haus in Barmstedt, 1783 als Zweiständerhaus erbaut und heute als Begegnungsstätte genutzt. Ähnlich verhält es sich mit Haus Roseneck in Quickborn, das Gemeinde und Diakonie heute gemeinsam nutzen. Hier wird das Archiv der Geschichtswerkstatt verwahrt, hier gibt es sogar eine kleine Schriftsetzer-Werkstatt, in der am Tag des offenen Denkmals gearbeitet wird.

Sicherlich eine Besonderheit ist der Wasserturm in Elmshorn, in dem die Besitzer Ilse und Ludwig Klein heute eine Kerzenzieherei betreiben. Bereits am Sonnabend gibt es rund um den und im Turm eine abwechslungsreiches Kinderprogramm, außerdem Führungen. Am Sonntag hat Otto Leverköhne sein Kommen zugesagt. Der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes wird um 14.30 Uhr in einem Vortrag die Funktionsweise eines Wasserturmes erklären. Auch am Sonntag bietet Ludwig Klein stündlich Führungen bis in die Spitze desWasserturmes an.

Der Veranstaltungskalender für den 13. September liegt inzwischen überall aus.

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