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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 16:55 Uhr

Festakt : Sprache des Herzens

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Von der Liebe zur Musik war ganz viel die Rede, auch von dem, was die Musik alles fördert: Selbstwertgefühl, soziale Kompetenz, geistige Beweglichkeit, Gemeinschaftsgefühl. Doch die Redner und Rednerinnen beim Festakt innerhalb der Tage der Chor- und Orchestermusik mussten hinter all der Musik zurückstehen, die drei Tage lang an allen Aufführungsorten der Krückaustadt erschallte und an der sich nicht nur die Elmshorner gar nicht satt genug hören konnten.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2012 | 21:38 Uhr

Der feierliche Akt im Saalbau stand im rednerischen, aber nicht im Sinne der Musik im Schatten der Bundesversammlung, in der fast zur gleichen Stunde der Bundespräsident gewählt wurde, zwei der vorgesehenen Redner konnten deshalb nicht nach Elmshorn kommen, weil sie in der Bundesversammlung wählen sollten. Für die wunderbar musikalisch vielseitigen Chöre, Ensembles, Orchester und Gruppierungen, die überall in der Stadt Musikfans begeistert hatte, standen gestern das Landeszupforchester Nord im Vorraum, das Haydn- Orchester Hamburg, der Frauenchor Jazzica, das Symphonische Blasorchester, das Ensemble und das Concerto Elmshorn und das Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn auf der Bühne und lieferten eindrucksvolle klangliche Glanzleistungen. Die bei dem Akt verliehene Zelter Plakette für die mindestens 100 Jahre ununterbrochene Arbeit von Laienchören ging hier im Saalbau an die Kantorei St. Nicolai, die Pro Musica Plakette an den Posaunenchor der Gemeinschaft Elmshorn in der Evangelischen Kirche. Musik sei Lebensqualität, so Schleswig-Holsteins Kultusminister Dr. Ekkehard Klug, und diese vorhandene Lebensqualität gelte es, durch frühzeitige Förderung an den Schulen zu sichern.

Ob die Hoffnung des Ministers aufgeht, ist allerdings fraglich, so gehen die Mitgliederzahlen ehemals starker Schulchöre durch die verkürzte Lernzeit auf nur noch acht Gymnasialjahre dramatisch zurück, immer weniger Kinder haben noch genügend Zeit für ihr musisches Hobby.

Elmshorns Bürgermeisterin Brigitte Fronzek beendete ihre kluge Rede mit einem Zitat von E.T.A. Hoffmann: „Dort, wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“, sagte sie, und betonte damit den integrativen Wert von Musik, den sie gerade in den letzten Tagen überall erfahren habe.

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