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Verlegung des Sportplatzes : Sportverein fürchtet um seine Plätze

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Sportverein herrscht Unmut über die Gemeinde. „Was ihr hier macht, ist unglaubwürdig“, rief der Ehrenvorsitzende Gebhard Rühlow während der jüngsten Sitzung des Jugend- und Sportausschusses. Das Problem: Zwei der drei Sportplätze in Heidgraben könnten bald zur Baustelle werden. Zum einen soll noch im Frühjahr der Heidgrabener Marktreff neben einem Fußballfeld an der Hauptstraße errichtet werden.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2012 | 20:55 Uhr

„Es zeichnet sich ab, dass es dann mit der sportlichen Nutzung vorbei ist“, sagte Bürgermeister Udo Tesch. Zum anderen könnte auch der Sportplatz an der Uetersener Straße ausfallen. Er muss eventuell versetzt werden, damit daneben das Fußballfeld angelegt werden kann, das an der Hauptstraße abgebaut wird. Rühlow ist sauer. „Der Ausschuss hat immer gesagt, dass der Verein immer drei Plätze zur Verfügung haben wird“, sagte er. Tesch wies die Kritik gegenüber den Uetersener Nachrichten zurück. Solch eine Zusage habe es nicht gegeben. Die Platzverlegung habe zwar im Investitionsprogramm gestanden. Doch das sei ein Katalog mit Wünschen. Welche erfüllt werden, hänge von der Einnahme-Entwicklung ab. Zudem stehen der Gemeinde nicht nur mit dem Markttreff große Investitionen ins Haus.

Die Kita-Eltern drängen auf eine Erweiterung. Die Schule will ein offenes Ganztagsprogramm anbieten. Dann müsse aber eine Mensa gebaut werden, so Tesch. Abgesehen davon würden andere Gemeinden von der Größe Heidgrabens meist nur zwei Sportplätze unterhalten. „Das ist auch richtig so“, sagte Tesch. Zum einen gehe der Trend zu Einzelsportarten. Zum anderen sei es Geldverschwendung, in jeder Kommune jeden Sport anzubieten. Im Norden des Landes schlössen sich Kommunen zusammen und teilten die Sparten untereinander auf. Trotzdem will Tesch die Platzverlegung nun vorantreiben. Sobald der Haushalt verabschiedet sei, werde das Stadtplanungsbüro Maysack-Sommerfeld mit der Erstellung eines B-Plans beauftragt. Dann sollen Gespräche mit dem Vereinsvorstand geführt werden. Als problematisch zeichnet sich bereits die Förderung von Land und Kreis für den Sportplatzbau ab. Sie ist zwar gewährleistet, der Auszahlungstermin aber nicht.

Die Gemeinde müsste die Kosten übergangsweise selbst tragen, gab der Ausschussvorsitzende Lother Kahnert zu Bedenken. Eine Hilfe stellt in dieser Situation ein Angebot der Adlershorst Baugenossenschaft dar. Sie wird den Sportplatz an der Hauptstraße, der ihr bereits seit mehr als 20 Jahren gehört, bebauen. Als Ausgleich dafür will sie sich an den Kosten einer Flutlichtanlage für den neuen Platz beteiligen.

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