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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 03:28 Uhr

Rat : Sportplatz mit Soccerhalle

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In ihrer letzten Sitzung vor Ablauf der kommunalpolitischen Legislaturperiode haben die Ratsfrauen und Ratsherren mehrheitlich ein Projekt auf den Weg gebracht, das im Vorwege lange diskutiert und von den Befürwortern als „Chance für Tornesch“ und „Leuchtturmprojekt“ und von den Gegnern als „Schuldenberg“ bezeichnet wird: die Verlagerung des Sportplatzes Friedlandstraße an den Großen Moorweg mit Bau einer Soccerhalle.

„Wir können die finanziellen Auswirkungen nicht mittragen. Für uns ergibt sich eine Lücke von 3,4 Millionen Euro. Die Verlagerung des Sportplatzes sollte eine Null-Nummer werden, aber nun kostet die Geschichte richtig Geld“, so die Grünen-Politikerin Christiane Clauß. Aus dem Verkauf des Friedlandstraßengrundstücks für Wohnbebauung werden 3,5 Millionen Euro erwartet, für den Grunderwerb am Großen Moorweg wurden 1,38 Millionen Euro ausgegeben und für den Bau der neuen Sportanlage samt Soccerhalle 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen die Gewährung einer „Anlauffinanzierung“ durch die Stadt an den FC Union in Höhe von 80000 Euro und Pachtermäßigungen in Höhe von 163000 Euro. Die Verwaltung hatte eine Gegenüberstellung der Auswirkungen des Sportplatzneubaus mit und ohne Soccerhalle zusammengestellt und als Gesamtkosten nach 30 Jahren mit laufenden Kosten, Zuschüssen, Zinsen, Einnahmen, Pacht und Abschreibungen errechnet, dass mit Bau der Soccerhalle die Kosten bei 5 Millionen Euro und ohne Soccerhalle bei 6 Millionen Euro liegen würden.

Die Grünen-Politiker bezweifelten diese „Wirtschaftlichkeitsrechnung“. Abschreibung sei keine Tilgung und das jährliche Minus liege bei 273000 Euro, so der Grünen-Politiker Helmut Rahn. „Man sollte ehrlich vor den Bürgern bleiben. Wir können alle nur beten, dass die Einnahmen so fließen werden“, merkte Christiane Clauß an. Ihre Parteifreundin Gicela Schloß beantragte namentliche Abstimmung. Die erfolgte mit dem Ergebnis: 12 Ja-Stimmen (SPD und CDU), eine Ja-Stimme (FDP), sieben Nein-Stimmen (Grüne und FDP), eine Enthaltung (CDU). Heide-Marie Plambeck (CDU) hatte an der Abstimmung nicht teilgenommen. Sie erklärte sich für befangen und verließ vor dem Tagesordnungspunkt die Sitzung. „Das Sportplatzprojekt ist ein ambitioniertes Projekt, aber es steigert mit der Soccerhalle die Attraktivität unserer Stadt“, so der SPD-Politiker und Finanzausschussvorsitzende Artur Rieck.

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erstellt am 13.Mär.2013 | 21:00 Uhr

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