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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 06:07 Uhr

Rat : Sportanlage: Grünes Licht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es soll Fußball-Mannschaften und Fans aus der gesamten Region anziehen. Die Tornescher Ratsversammlung hat am Dienstag Grünes Licht für ein neues Sportzentrum am Großen Moorweg gegeben – wenn auch unter Vorbehalt.

Hauptattraktion wird eine Soccer-Dreifeldhalle mit angeschlossener Gastronomie und Clubhaus sein. Davor sollen sich zwei Kunstrasenspielfelder mit Flutlicht, ein Naturrasenplatz sowie eine Fläche für das Torwart- und Kopfballtraining erstrecken. Auf einem Laufparcours über künstliche Hügel mit Fitnessstationen dürfen Groß und Klein trainieren. Ein Areal soll für den TC Tornesch reserviert werden, der dort eine Tennishalle errichten könnte. „Wir sind der Meinung, dass es ein Leuchtturmprojekt für Tornesch ist“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann während der Ratsversammlung.

Die städtische Anlage wird neues Vereinsdomizil des FC Union (FCU) Tornesch sein. Er will dafür seinen Sportplatz mit Clubhaus an der Friedlandstraße verlassen, das neue Areal von der Stadt pachten und über eine Tochtergesellschaft vermarkten. Ziel ist es, sich von den Subventionen der Kommune abzunabeln. Die übertrug dem Verein daher die Erarbeitung des Konzepts, das FCU-Projektleiter Frank Mettal zusammen mit externen Beratern entwickelte. Am Dienstag stellte er es der Ratsversammlung und gestern den Mitgliedern seines Vereins vor.

Einen Vorbehalt erhoben die Politiker allerdings wegen der ungeklärten Finanzierung. Der FCU rechnet mit Kosten in Höhe von 5,9 Millionen Euro. Mettal zufolge entfallen davon rund eine Million Euro auf die Soccer-Halle, 2,3 Millionen Euro auf die Gastronomie und das Clubhaus. Die Sportplätze und Außenanlage mit 136 Parkplätzen sollen 2,6 Millionen Euro kosten.

In der Tasche hat die Stadt aber bisher nur eine Million Euro. Mit Sperrvermerk stand dieser Betrag bereits im Haushalt. Am Dienstag gab der Rat die Summe frei. Davon erhält der FCU 300000 Euro als Darlehen. Er wird als Bauherr für die Sportplätze auftreten und braucht das Geld als Eigenkapital, um Zuschüsse zu beantragen. Bis zu 235000 Euro könnten vonseiten des Kreises Pinneberg und des Landessportbunds fließen. 700000 Euro aus dem Haushalt gehen an die städtische Grundstücksgesellschaft Tornesch (GGT), Bauherrin der Gebäude. FCU und GGT sollen nun Architekten beauftragen, Bauanträge zu stellen. Dabei wird ein Honorar von rund 400000 Euro fällig.

Die restlichen 4,7 Millionen Euro würde die Stadt am liebsten durch den Verkauf der alten FCU-Sportanlage an der Friedlandstraße decken. Doch der Erlös steht in den Sternen. Für Ratsherr Christopher Radon (CDU) ist daher klar: „Solange wir die Friedlandstraße nicht verkauft haben, kann nicht gebaut werden.“ Den ersten Spatenstich im Herbst zu setzen, sei daher nicht einzuhalten. Zudem müsse die Stadt noch klären, wie die Abschreibung finanziert wird – ein Punkt, den die Grünen moniert hatten. Bei der namentlichen Abstimmung über die Mittelfreigabe stimmten sie als einzige mit „Nein.“ „Mir ist nicht klar, wie hoch die Belastung für künftige Haushalte ist“, sagte die Grüne Christiane Clauß.

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erstellt am 20.Jun.2012 | 21:59 Uhr

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