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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 03:28 Uhr

Handwerk : Spitzen-Stollen aus Pinneberg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Kreis Pinneberg bleibt eine der norddeutschen Stollen-Hochburgen. Ein Gutachter bescheinigte dem Weihnachtsgebäck aus den Innungs-Backstuben gestern während der traditionellen Stollen-Prüfung nicht nur eine ausgezeichnete Qualität, sondern lobte vor allem die neuen Kreationen.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2015 | 21:05 Uhr

Er kommt leicht daher, der moderne Stollen, wie ihn Gutachter Michael Isensee gestern bezeichnete. Gut gemacht, zergeht er auf der Zunge, lässt sich wunderbar schneiden und schmeckt erhaben, ohne schwer im Magen zu liegen. Inzwischen kommt der Laib mit der typischen Form, die das Christkind in der Windel symbolisiert, gerne auch mal ohne Zitronat, Orangeat und Sultaninen aus. Dafür verbergen sich in seinem Inneren erlesene Kombinationen aus Walnuss und Marzipan, Mohn und Cranberrys, Orangenlikör oder Pistazie und Marzipan. Michael Isensee, der seit mehr als 25 Jahren den Stollen der Kreis Pinneberger Innungs-Bäckereien begutachtet, kennt sie alle und hat sich längst seine Meinung über die neuen Stollen gebildet: „Ich mag sie sehr“, sagte er. Die Vorliebe verbindet ihn mit Jörn Dwenger. Der Pinneberger Bäckermeister ist Obermeister der Innung im Kreis Pinneberg und ein echter Liebhaber der Leckerei.

„Der Stollen hat in den letzten Jahren eine echte Renaissance erlebt“, sagte er. Allerdings hat das hochwertige Weihnachtsgebäck seinen Preis, denn die Bäcker müssen heute für die Zutaten deutlich mehr zahlen als noch vor einigen Jahren. Feine Zimtstangen und Vanilleschoten, gute Butter und bestes Marzipan, dazu die Nüsse – Zutaten wie diese sind teuer. Allein für Pistazien zahlen die Bäcker heute 50 Prozent mehr. Aber es gibt ihn in den Bäckereien längst scheibenweise, niemand muss mehr einen großen Laib kaufen. „So kann man auch mehrere Sorten probieren“, sagte Michael Isensee. Dass er bereits seit so vielen Jahren die Stollen im Kreis Pinneberg prüft, zahlt sich für den Verbraucher aus. „Die Qualität ist im Laufe der Jahre immer besser geworden“, so Isensee, der auch in diesem Jahr nicht einen „Durchfaller“ hatte. Sechs Innungs-Bäckereien brachten ihm 25 Laibe. Sie bekamen nicht nur ein Urteil, sondern auch noch den einen oder anderen Tipp. „Das führt zu einer immer höheren Qualität und hat uns zu einem der besten Kreise in Schleswig-Holstein gemacht“, sagte Innungs-Obermeister Jörn Dwenger. Der geprüfte Stollen wurde anschließend verkauft.

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