Neues Angebot : Spielen und dabei Deutsch lernen

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Spielerisch Kleinkinder aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien im Beisein ihrer Mütter an die deutsche Sprache heranzuführen und ihnen Kontakte zu ermöglichen, ist Ziel des Mini-Sprachcafés, das jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr seine Türen im Stadtteilbüro an der Pommernstraße 99 öffnet.

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15. Mai 2015, 19:27 Uhr

Die ersten Treffen haben bereits stattgefunden. Begleitet werden die Teilnehmer jeweils von der Erzieherin mit Sprachzusatzausbildung Yvonne Hollers und Jasmin Alabed als Dolmetscherin. Sie spricht Deutsch und Syrisch. Als Angebot der Volkshochschule soll das Mini-Sprachcafé vorerst bis zur Sommerpause angeboten werden. Finanziert wird das Angebot durch eine Spende der Familie Arlt. Die Familie hatte Ende vergangenen Jahres Wandteller aus dem Familiennachlass zugunsten der Jugendarbeit und von in Tornesch lebenden Flüchtlingskindern verkauft. „Das Geld findet nun gute Verwendung“, betont Sabine Kählert, Leiterin des Amtes für Soziale Dienste. In Zusammenarbeit mit der Leiterin des Familienzentrums der Stadt Ilse Mettjes und der Erzieherin Yvonne Hollers, die ihre Unterstützung als ehrenamtliche Sprachpatin für Flüchtlingsfamilien angeboten hatte, war die Idee der Einrichtung eines Mini-Sprachcafés entstanden.

Denn es fiel auf, dass ins Sprachcafé „Come TOgether“, das jeden Freitagnachmittag ebenfalls im Stadteilbüro ehrenamtlich von Sprachpaten, Flüchtlingen und Migranten organisiert wird, keine Frauen mit Kleinkindern kommen. „Wir wollen jedoch auch die Mütter mit ihren Kleinen, die noch nicht im Kindergarten sind, erreichen und sie beim Erwerb der deutschen Sprache und der Integration unterstützen“, betonen Sabine Kählert und Ilse Mettjes.

Die ersten Treffen, an denen bis zu sechs Mütter mit ihren Kleinkindern teilgenommen haben, hätten gezeigt, dass sich sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen sehr geborgen gefühlt haben, betont Erzieherin Yvonne Hollers.

Für die Kinder stehen im Mini-Sprachcafé eine große Vielfalt an Kuscheltieren, Bilderbüchern, Bausteinen, Puppen, Autos, Bällen und Puppenwagen zum Spielen zur Verfügung. Gespendet wurde das Spielzeug von Mitgliedern der Baugenossenschaft Adlershorst. Auch nach den Sommerferien wird das Mini-Sprachcafé bei Interesse fortgeführt. Durch eine weiterte private Spende ist der finanzielle Grundstock gesichert.

Spielzeug stammt von Adlershorst-Mietern

„Der Solidaritätsgedanke gehört zum Grundprinzip unserer Genossenschaft. Wir haben an unseren Standorten im Kreis Pinneberg unsere Mitglieder um Spielzeugspenden für Flüchtlingskinder gebeten und waren überwältigt von der Menge“, so Uwe Wirries, Vorstandssprecher der Adlershorst Baugenossenschaft. Ein Teil der Spenden, darunter auch ganz neues Spielzeug, wurde dem Tornescher Mini-Sprachcafé zur Verfügung gestellt. Die anderen Spenden wurden an die Kommunen weitergeleitet, in denen es Adlershorst-Wohnungen gibt.

Im Tornescher Mini-Sprachcafé darf sich jedes Kind bei seinem ersten Besuch ein Kuscheltier zum Behalten und Mitnehmen aussuchen.

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