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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 06:02 Uhr

Fußball : Spielabbruch nach Boths Schubser

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Alle, die Klaas-Gerrit Both persönlich kennen, schätzen ihn als freundlichen jungen Mann. Am Sonntag brannten beim Torwart, der erst vor zwei Wochen zum TSV Heist zurückgekehrt war, aber die Sicherungen durch. Als das Kreisliga-Spiel der 1. Heistmer Herren bei der SV Lieth II 67 Minuten alt war, leistete sich Both einen Schubser gegen Schiedsrichter Arne Prior, der das Spiel daraufhin abbrach. Ein Schiedsrichter „darf nicht angefasst“ werden, heißt es im Fußball-Regelwerk – und Zuwiderhandlungen sind mit einem Spielabbruch zu ahnden.

„Both hat sich einen kleinen Schubser geleistet. Das darf ihm nicht passieren, dafür gibt es auch keine Entschuldigung“, so TSV-Trainer Ingo Jopp, der zugab: „Der Spielabbruch ist korrekt gewesen!“ Allerdings erhob Jopp auch harte Vorwürfe gegen Prior: „Dass ein Schiedsrichter so viel und so einseitig gegen eine Mannschaft pfeift, habe ich lange nicht mehr erlebt ...“

Dabei hatte das Gastspiel im Klein Nordender Waldstadion für die „Heistmer Jungs“ optimal begonnen: Als gerade einmal zwei Minuten absolviert waren, drang Martin Brügmann über links pfeilschnell in den SVL-Strafraum ein und legte uneigennützig quer zu Rafael Vazquez, der zum 0:1 einschoss. Allerdings glich Dennis Krohn zügig für die Liether aus, als die Gäste eine Rechtsflanke nicht klärten (5.). Und als die linke Abwehrseite der Heistmer erneut schlief, gelang wieder Dennis Krohn das 2:1 für Lieth II (16.).

In der 24. Minute haderten die Heistmer erstmals mit dem Referee: „Nach einem langen Pass kam Both aus seinem Tor heraus und hat den Ball ins Seiten-Aus geschlagen; der Liether Stürmer ging dem Ball hinterher und auf einmal hat der Referee auf Elfmeter entschieden“, schilderte Jopp die Szene. Als Rafael Vazquez bei Prior nachfragte, was er denn gepfiffen habe, bekam er sofort die Rote Karte. „Auch Martin Brügmann hat gleich ‚Rot‘ gesehen, als er nachgefragt hat. Zudem durfte ich meine Trainertätigkeit auch nicht mehr ausüben, weil ich mich beschwert habe, wobei meine Hinausstellung hinnehmbar war, weil ich zuvor bereits verwarnt worden war“, so Jopp.

Den Elfmeter nutzte Gerrit Deumert zum 3:1. In doppelter Unterzahl stellten die Heistmer um und konnten nach der Pause noch einmal verkürzen: Nach Andre von Glahns Pass spielte Jannik Ossenbrüggen vier Liether aus und tunnelte den Keeper zum 3:2 (52.). Die Heim-Elf hatte aber Platz zum Kontern. Dreimal rettete Both stark; dann schlug ein Schuss von Maximilian Peldszus, den Marc Richert noch unhaltbar abgefälschte, zum 4:2 ein (67.). Aus Ärger über das Gegentor schlug Both den Ball weg; er bekam erst Gelb, nach verbalem Nachkarten dann Rot. Daraufhin schubste Both mit beiden Händen den Schiedsrichter leicht weg – wofür ihm nun eine sehr lange Sperre droht.

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erstellt am 25.Aug.2014 | 21:42 Uhr

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