SoVD : Spiel mit offenen Karten

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„Wir sind für 12 322 Mitglieder zuständig“, sagte Katrin Oberjat auf Nachfrage. Die Juristin ist Leiterin der Geschäftsstelle des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Kreis Pinneberg und bearbeitet zusammen mit ihren sechs Kolleginnen im Durchschnitt 100 bis 120 Anfragen pro Woche. Während eines Treffens der SoVD-Frauensprecherinnen der Ortsverbände im Pinneberger Sozialcafé „Pino“ stellte sie die Arbeitsschwerpunkte vor. Das Arbeitsspektrum der Geschäftsstelle ist umfangreich. „Es geht mit der Bearbeitung von Anträgen los und endet bei Widerspruchsverfahren und der Vorbereitung von Klagen“, sagte Oberjat. Breiten Raum nehmen die Themen Rente, Schwerbehinderung und Grundsicherung sowie Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung und die damit verbundenen Rechte ein.

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18. Januar 2015, 21:49 Uhr

Zunehmend sind es Frauen, die sich an den Sozialverband wenden – oft geht es um Fragen der Grundsicherung, weil die Rente nicht ausreicht, und um Kindererziehungszeiten, die für die Höhe der Rente eine Rolle spielen können. In der anschließenden Diskussion ging es in der Hauptsache um die neu eingeführten Rentenpunkte bei der sogenannten Mütterrente. Mit drei Aktivitäten beteiligt sich der SoVD Kreis Pinneberg am diesjährigen „Equal Pay Day“: Mitglieder haben sich vorgenommen, am Aktionstag, dem 20. März, in Berlin am Brandenburger Tor Präsenz zu zeigen und zusammen mit SoVD-Mitgliedern aus ganz Deutschland für mehr Gerechtigkeit unter den Geschlechtern zu kämpfen. Ihr gemeinsames Motto: „Transparenz – Spiel mit offenen Karten. Was verdienen Frauen und Männer?“ Ferner lädt der SoVD-Kreisverband in Kooperation mit anderen zu der Filmreihe „Starke Frauen“ in das Uetersener Burg-Kino ein. Auf dem Programm stehen die Filme „Hannah Arendt“ am 11. Februar, „We want Sex“ am 11. März und „Ida“ am 8. April.

Zusätzlich werden am „Equal Pay Day“ in der Halstenbeker Fußgängerzone rote Taschen verteilt, um auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam zu machen. Diplom-Sozialpädagogin Dagmar Burkhardt, die das Café Pino seit November vergangenen Jahres leitet, nutzte die Gelegenheit, Konzept, Programm und Angebote (siehe Kasten) vorzustellen. Die Anregung von SoVD-Frauensprecherin Rosemarie Weber, eine Spielecke einzurichten, nahm sie gern auf.

Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich im Internet informieren.

www.sovd-kv-pinneberg.de

Das Café Pino – ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, Arm und Reich

Das Café Pino besteht seit 1998. „Pino“ steht für Pinneberg Nord, wo das Café bis 2008 ansässig war. Seitdem ist es in der Bahnhofstraße 12 zu Hause. „Das Konzept ist in der Form wohl einmalig“, sagte Dagmar Burkhardt. Die diplomierte Sozialpädagogin leitet das Café seit November vergangenen Jahres. Es kombiniert das Angebot eines Sozialcafés mit einem Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose. Sie werden im Küchen- und Servicebereich angeleitet und qualifiziert. Träger des Cafés ist das Diakonische Werk Hamburg-West/Südholstein. Das besondere Prinzip des Pino-Cafés: Alle Speisen und Getränke werden in zwei Preiskategorien angeboten, dem Sozialpreis für alle, die über wenig Geld verfügen und dem Normalpreis für diejenigen, die ein geregeltes Einkommen haben. Das „Pino“ besteht seit 17 Jahren und ist für viele Pinneberger zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Zum Angebot gehören Frühstück, Mittagstisch, Catering und Vermietungen. Geöffnet ist das „Pino“ montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr sowie nachmittags nach Vereinbarung.

www.kirche-hamburg.de/café-pino

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