zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 20:13 Uhr

Windpark : Spiderman in Uetersen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Um den Windpark ist es ruhig geworden. Vorbei sind die Aufregungen um ein mögliches Repowering mit 200-Meter-Masten. Die diesbezüglichen Fantasien des Mehrheits-Eigentümers (Planet Energy) sind zwar noch existent, werden jedoch derzeit nicht thematisiert. Vielmehr wird jetzt kassiert, machen sich die Investitionen bezahlbar. Nachdem die sechs Windenergieanlagen abgeschrieben sind, wird ordentlich Rendite erwirtschaftet – zweistellig. Da ist es nur zu verständlich, dass man sich um seine Geldquelle auch kümmert und sie pflegt.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2015 | 19:09 Uhr

Regelmäßige technische Überprüfungen sind allerdings auch vorgeschrieben. Diese Arbeiten übernahm Heiko Klawitter. Der „Spiderman“ aus Bremen begutachtete zum Beispiel alle Rotorblätter auf Schäden. Dafür seilte er sich ab und „kroch“ anschließend Blatt für Blatt ab. Blitze, die regelmäßig in die Flügelspitzen einschlagen, können Schäden verursachen, die dann beseitigt werden müssen. Einige solcher Schäden wurden auch festgestellt. Doch hielten sie sich im kalkulierten Kostenrahmen. Das erklärte Detlef Uedsen, der sich als Uetersener regelmäßig um den Windpark kümmert.

Doch es wurde noch mehr überprüft. So die Turmverbindungen, die elektrischen Anlagen, die Schaltschränke, die Getriebe, die insgesamt sechs Generatoren und das Hydrauliksystem. Auch kontrollierte der Techniker, ob die Betreiber alle Unfallverhütungsvorschriften einhalten. Was der Fall war.

Die festgestellten Mängel werden demnächst beseitigt. Die sechs Windkraftanlagen haben jeweils eine Leistung von 1300 Kilowattstunden, das sind 1800 PS. Der dadurch erzeugte Strom reicht aus, um etwa die Hälfte aller Uetersener Haushalte mit Energie zu versorgen.

Nach einem Repowering wäre die Versorgung aller Uetersener Haushalte mit Windstrom möglich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert