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Spielzeit 2015/2016 : Speeldeel hett „Allens in’ n Griff“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Aufregende Wochen mit einem vollen Terminkalender liegen vor dem Ensemble der Elmshorner Speeldeel: Mit zwei Komödien möchten die Laienschauspieler der niederdeutschen Bühne ihre Fans in der Spielzeit 2015/16 unterhalten: mit „Allens in’ n Griff“ und „Een Mann mit Charakter“.

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erstellt am 27.Okt.2015 | 20:25 Uhr

Zum Auftakt tritt die Elmshorner Speeldeel mit der Komödie „Allens in’ n Griff“ am Sonntag, dem 1. November, um 16 Uhr im Heistmer „Lindenhof“ auf. Der Eintritt kostet neun Euro. Karten können unter der Gaststätten-Telefonnummer 04122/81361 reserviert und dann an der Abendkasse abgeholt werden.

Weitere Spielorte sind unter anderem die Moorreger Begegnungsstätte „An‘ n Himmelsbarg“ am Sonntag, dem 15. November, um 18 Uhr, die Haseldorfer Gaststätte „Haseldorfer Hof“ am Freitag, dem 27. November, um 19.30 Uhr sowie das Appener Bürgerhaus am Sonnabend, dem 19. Dezember, um 15.30 und 19.30 Uhr. In dem Stück von Konrad Hansen ist Hannes Klövkorn in seiner Stammkneipe mit zwei Herren ins Schnacken gekommen. Sie wollen die Landwirtschaftsausstellung besuchen und sind auf der Suche nach einem Privatquartier. Kurzerhand vermietet Hannes den beiden Herren Omas Stube. Familie Klövkorn ist wenig begeistert, willigt aber ein, weil sie knapp bei Kasse ist. Die Herren beziehen das Zimmer. Sie wollen sich die Nachbarschaft zum Tresorraum einer Bank und den Lärm des vor dem Fenster stattfindenden Jahrmarkts zunutze machen, um mit dem Presslufthammer ihrer Profession nachzugehen…

In Rollen zu sehen sind Birgit Kaschke als Oma Lemke, Christina Schönemann als ihre Tochter Rosemarie Klövenkorn, Reinhard Glantz als ihr Schwiegersohn Hannes Klövenkorn, Jens Schacht als deren Sohn Rainer, Jutta Ennulat als deren Tochter Beate, Herbert Hübsch als Richard und Bodo Koopmann als Stefan.

Regie führte Tilmann Weiherich. Das Bühnenbild schufen Bruno Gradtke und Niels Wagener sowie Bühnenmalerin Anke Fröhlich. Die Technik liegt in den Händen von Christian Hinsch und Dennis Blaedtke.

Im neuen Jahr steht die Komödie „Een Mann mit Charakter“ von Wilfried Wroost auf dem Spielplan. Unter anderem tritt die Speeldeel mit diesem Stück am Sonntag, dem 7. Februar, um 18 Uhr in der Moorreger Gemeinschaftsschule und am Sonntag, dem 21. Februar, um 16 Uhr in der Heistmer Gaststätte „Lindenhof“ auf. Näheres unter www.speeldeel-elmshorn.de

Speeldeel sucht Verstärkung

„Über einen Mangel an Zuschauern können sich die Mitglieder der Elmshorner Speeldeel nicht beschweren“, sagt Gerhard Richert. Aber das Ensemble wünscht sich Unterstützung in Form von passiven Mitgliedern sowie von Menschen, die Interesse am Schauspielen haben. Seit über 50 Jahren ist Richert Teil der Truppe. Als Vorsitzender und Regisseur hat er sich zurückgezogen. In der Nachwuchsförderung engagiert sich der 80-Jährige bis heute gern. „Vor einigen Jahren musste sich unsere Bühne gesundschrumpfen“, berichtete er. Anstelle von drei abendfüllenden Stücken werden nur noch zwei pro Saison gespielt. Um das Angebot aufrecht erhalten zu können, sucht die Elmshorner Speeldeel Verstärkung. Wer Lust hat, Theater zu spielen, ist herzlich willkommen und kann sich unter 04127/976844 oder reinhard-glantz@t-online.de mit Vorsitzendem Reinhard Glantz in Verbindung setzen.

Niederdeutsches Theater ist als Kulturerbe anerkannt

„Das ist wie ein Geburtstagsgeschenk“, sagt Gerhard Richert, der in diesem Jahr sein 80. Wiegenfest feiert. Der ehemalige Vorsitzende der Elmshorner Speeldeel aus Haselau und sein Nachfolger Reinhard Glantz haben allen Grund, sich zu freuen. Das Niederdeutsche Theater ist als Immaterielles Kulturerbe anerkannt worden. „Damit ist wahr geworden, wofür wir uns seit Jahren einsetzen“, sagte Theaterurgestein Richert, der auf eine über 50-jährige Bühnenpräsenz zurückblicken kann. Die Anerkennungsurkunden sind den Bühnenbünden Niedersachsen-Bremen und Schleswig-Holstein im Rahmen einer Feierstunde in Berlin übergeben worden. Das niederdeutsche Volkstheater wird derzeit in etwa 4500 Spielgruppen vorwiegend in Norddeutschland praktiziert und erreicht über 500000 Besucher jährlich. Allein in Schleswig-Holstein führen fast einhundert niederdeutsche Bühnen regelmäßig plattdeutsche Theaterstücke auf. Hinzu kommen weitere 300 Spielgruppen, die auf Feuerwehrbällen oder Dorffesten auftreten. Die Anerkennung als Kulturerbe, so sind sich die Initiatoren einig, würde dem Theater neue Türen öffnen, die Sprache stärken und dem niederdeutschen Bühnenspiel einen eigenen Stellenwert sichern. Es sei ferner ein überzeugendes Beispiel für eine lebendige Form der Breitenkultur, da es vom ehrenamtlichen Mitwirken aller Beteiligten vor, auf und hinter der Bühne lebe.

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