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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 21:48 Uhr

Landtagswahl : SPD mit Troika im Endspurt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war eine spektakuläre Großveranstaltung der Sozialdemokraten im Endspurt des Landtagswahlkampfes. Schickt die CDU am nächsten Freitag „nur“ die Kanzlerin ins Rennen um den ersten Platz im nördlichsten Bundesland, schirrte die SPD gleich drei politische Schwergewichte, die sogenannte Troika aus Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier auf.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2012 | 20:59 Uhr

Damit rückte die kleine Stadt Elmshorn mit seinem Teppich-, Rosen- und Haferflockenhandel ins bundesweite Medien-Interesse und schaffte es nun, dank der tatsächlich auftauchenden K-Frage (Kanzlerkandidaten-Frage) zur besten Sendezeit in die Tagesschau. Ausgerechnet Parteivorsitzender Sigmar Gabriel hatte die auf die mit dehnbarem roten Stoff bezogenen Stehtische gelegt, indem er erklärte, dass bei mehreren Kandidaten „die SPD-Mitglieder entscheiden werden, wer der nächste Kanzlerkandidat wird.“

Doch wer nur wegen sozialdemokratischer Bundespolitik in die Sporthalle des Elmshorner Männerturnvereins gekommen war – und gekommen waren über 400 Menschen – erfuhr auch, dass die schleswig-holsteinische „alte Tante SPD“ eine Menge junger Ideen hat. So schlug sich die Elmshorner und Tornescher Landtagskandidatin Beate Raudies mit einer beachtlichen und klar strukturierten Rede als erste auf dem Podium. „In meinem Lieblingsland“, so die Elmshornerin, „soll es gleiche Bildungschancen für alle geben, Schulen von hoher Qualität, mit individueller Förderung, hoch qualifizierten Lehrern und Schulsozialarbeitern in einem Ganztagsangebot.“ Sie wünsche sich Schleswig-Holstein als das Land mit den besten Arbeitsbedingungen, in dem Menschen von ihrer Arbeit wieder leben können und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leicht umzusetzen sei.

Schleswig-Holstein solle bei der Energiewende beispielhaft vorangehen und führend sein und sie könne es kaum abwarten, auch das letzte Atomkraftwerk auszuschalten. Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit zeige sich auch in der Einrichtung von noch mehr Krippenplätzen. Alles was bei einem Sparprogramm investiert werden könne, gehöre zu Kindergarten- und Krippenplätzen. Daher auch ein deutliches Nein zum Betreuungsgeld, Schleswig-Holstein müsste dafür 70 Millionen Euro ausgeben, die wären bei dem Einsatz in Krippenplätzen besser angelegt.

Außerdem wünschte sie sich von einer neuen Landesregierung einen gleichberechtigten Umgang mit den Kommunen, der sei momentan bei den aufgezwungenen hierarchischen Regelungen nicht gegeben. „Wir wünschen uns das Land sozial und solidarisch, mit gesunden Umweltbedingungen und starken Kommunen, die sparsam wirtschaften können.“

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