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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 14:24 Uhr

Gespräch : SPD geht auf Landwirte zu

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die überwiegend konservativen Landwirte im Kreis Pinneberg und die SPD-Fraktion im Kieler Landtag suchen den Dialog. Im Mittelpunkt steht das sozialdemokratische Positionspapier zur Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Wir stimmen nicht in allen Teilen mit den Positionen überein, aber wir führen konstruktive Gespräche über die Unterschiede“, sagte der Pinneberger Kreisbauernverbandsvorsitzende Georg Kleinwort gestern nach einem Treffen, an dem unter anderem auch die agrarpolitische Sprecherin der SPD, Kirsten Eickhoff-Weber, teilnahm. „Wir haben gemerkt, dass wir auf Verständnis stoßen“, sagte er. Es gebe von beiden Seiten einen Lernprozess.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 22:45 Uhr

Eickhoff-Weber hatte die Landwirte vor einigen Wochen zu einer Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft eingeladen und dabei deutlich gemacht, dass sie eine Konfrontation zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft für nicht dienlich hält. Allerdings sei es das Ziel der sozialdemokratischen Agrarpolitik, eine nachhaltige und ressourcenschonende Wirtschaftsweise umzusetzen, die auch dem Tierwohl gerecht werde, hatte Eickhoff-Weber vor Journalisten betont.

Ein Weg, den auch die Landwirte im Kreis mitgehen können. „Geht es den Tieren gut, geht es uns auch gut“, sagte Kleinwort während einer Führung über einen Milchviehbetrieb in Westerhorn. und verwies auf die hohen Investitionen vieler Landwirte in den Bau neuer Ställe. „Die Tiere, die hier stehen, sind ruhig und gelassen – bestes Zeichen dafür, dass es ihnen gut geht“, so Kleinwort.

Gleichzeitig begrüßte der Vorsitzende des Kreibauernverbandes die Abkehr vieler Berufskollegen von der reinen Stallhaltung. „Es sollte möglich sein, die Kühe bei entsprechender Witterung zumindest einige Stunden auf die Weide zu treiben.“ Beim anschließenden Besuch des Seestermüher Gutshofes warb Kleinwort um Vertrauen in die Arbeit der Landwirte, auch wenn es um den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln geht. So viel wie nötig, so wenig wie möglich – nach diesem Grundsatz arbeiteten die Landwirte allein schon wegen der Kosten, sagte Georg Kleinwort.

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