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Jahreshauptversammlung : SPD für Kooperation mit Uetersen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Erneut haben Beschwerden über das politische Klima in Haseldorf und über den Umgang der CDU-Fraktion mit den Ortspolitikern der Opposition breiten Raum auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Haseldorf eingenommen. „Das Verhalten ist teilweise ehrverletzend“, prangerte Landtagsabgeordneter Thomas Hölck an. In seiner Funktion als Vorsitzender leitete er die Sitzung im „Jägerkrug“ in Haselau-Hohenhorst.

Auch Rudolf Zilles, SPD-Gemeindevertreter aus Haselau, der es gewohnt ist, dass Beschlüsse einvernehmlich gefasst werden, nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben die Nase voll.“ Hölcks Fazit: „Auch wenn es anstrengend ist - wir werden uns von der Amtsführung von Bürgermeister Uwe Schölermann und dem CDU-Fraktionsvorstand nicht beeindrucken lassen und weiterhin selbstbewusst unseren Wählerauftrag erfüllen.“ Ihrem Führungsstil sei es geschuldet, dass die Gemeinde politisch kein Konzept verfolge und nur Provisorien vorzuweisen habe. „Auf welcher Grundlage sollen wir beispeilsweise entscheiden, ob die Gemeinden den bestehenden Verwaltungs-Kooperationsvertrag mit Uetersen verlängern oder zum Amt Moorrege wechseln? Wir brauchen dringend Grundlagen.“ Er fürchtet, dass die Einheit der H-Dörfer –Haseldorf, Haselau und Hetlingen – an dieser Frage zerbricht und warnte: „Das Überleben als Einzelgemeinde ist begrenzt, die Kommunen könnten heute nur in einer Kooperation bestehen.“

Unter der Voraussetzung, dass das Amt Moorrege die Zusammenarbeit nicht deutlich günstiger anbietet, sprach Hölck sich deutlich für die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Uetersen aus. „Ansonsten zerfallen bewährte Strukturen“, gab er zu bedenken.

Die Pläne, den Haselauer Hafen touristisch auszubauen, lehnt Hölck ab. „Es gab Zeiten, da hat die CDU besser auf das Geld geachtet“, so Hölck. In seinem Bericht inklusive Ausblick ging Fraktionssprecher Dr. Boris Steuer den Fragen nach: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Auch er favorisiert die bestehnde Verwaltungsgemeinschaft. „Der Amtsausschuss Haseldorf besteht aus sechs Mitglieder. Im Amt Moorrege sitzen wir mit 29 Vertretern an einem Tisch. Da gehen unsere Interessen unter“, so die Einschätzung des Franktionsvorsitzenden. Er forderte ferner ein übergreifendes Konzept für die Betreuung der Kinder, das die Kindertagesstätte mit ihren Elementar- und Familiengruppen und die Schule mit ihrer Betreuungsklasse einbeziehe. „Wir brauchen eine offene Ganztagsschule, wenn wir den Schulstandort sichern wollen“, so Scheuer. Dafür müsse die Tägerschaft zeitnah geregelt werden.

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erstellt am 29.Nov.2015 | 17:22 Uhr

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