Erschließungsbeginn : Spatenstich für Neu-Stadtteil

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Mit einem feierlichen Ersten Spatenstich gaben die Stadt Pinneberg und die LEG Entwicklung GmbH das Gelände der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne offiziell für die Erschließung und Bebauung frei. Die Stadt hatte die zehn Jahre leer stehende Luftwaffenkaserne 2013 erworben und die Wohnbauflächen an die LEG weiterverkauft. „Es gibt Stadtteile, die erlangen große Bedeutung. Dieser wird dazugehören“, sagte Pinnebergs Verwaltungschefin Urte Steinberg in ihrer Rede. Auf dem parkähnlichen Areal entstehen ca. 250 neue Wohneinheiten, außerdem ein Bildungscampus mit einer Internationalen Schule, zwei Hotels und ein kleines Gewerbegebiet. Eine Kindertagesstätte hat den Betrieb bereits aufgenommen.

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22. Mai 2015, 21:49 Uhr

Zeitgemäßes Wohnen, Bildung, Dienstleistungen und Gewerbe auf einem zentrumsnahen 7-Hektar-Areal, umgeben von altem Baumbestand und einem Naherholungsgebiet – das wird die Parkstadt Eggerstedt bieten, die damit vor allem Bedürfnisse junger Familien befriedigen kann. „Überraschend“ fand es Urte Steinberg dennoch, dass bereits vor Erschließungsbeginn alle Einzelgrundstücke vergeben waren.

Rund 500 Kaufinteressenten für Einzel- und Doppelhaus-Grundstücke gab es, 234 von ihnen bekamen den Zuschlag. Einige Bauherren, die bereits vor Erschließungsbeginn ihre Kaufverträge unterzeichnet hatten, waren beim Ersten Spatenstich dabei. Die Käufer der Grundstücke, die ab 2016 bebaut werden können, kommen größtenteils und etwa zu gleichen Teilen aus Pinneberg und Hamburg. In der dicht besiedelten Hansestadt gibt es für eine Einzelhausbebauung kaum noch Grundstücke, außerdem sind die Baulandpreise dort rund doppelt so hoch. Begünstigend für den Erfolg des Projekts Parkstadt Eggerstedt ist ein bei jungen Großstädtern wieder erkennbarer Trend zum Wohnen im Grünen. Sie finden das, was sie suchen, häufig eher im Hamburger Umland. Umgekehrt gilt auch: Eine Kommune, die sich trotz demografischen Wandels verjüngen will, muss auch jungen Familien aus der Großstadt etwas bieten. Das hat man in Pinneberg erkannt.

Die Kieler LEG Entwicklung GmbH – Vorläufer ist die ehemalige Landesentwicklungsgesellschaft – hat sich auf die Umwandlung von Kasernen in Neubaugebiete spezialisiert. Schon zu Jahresbeginn wurde mit dem Rückbau der alten Kasernengebäude sowie mit Rodungs- und Erdarbeiten begonnen. Insgesamt 20 Gebäude, zum Teil mit massiven, atomsicheren Bunkern versehen, sind abzubrechen.

Maßgeblich für die Gestaltung der Parkstadt Eggerstedt ist der Bebauungsplan Nr. 115. Er enthält genaue Vorgaben für Traufhöhe, Dächer und Fassadengestaltung der Wohngebäude. Ziel des gesteckten Rahmens ist eine homogene, aber nicht uniforme Wohnbebauung.

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