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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 03:51 Uhr

Beschluss : Sparen bei Laubabfuhr

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Seniorenbeirat hatte in einem Antrag an den Umweltausschuss die schwierige Situation für ältere Bürger bei der Entsorgung städtischen und privaten Laubes aufmerksam gemacht und um Überlegungen gebeten, ob nicht über Gutscheine der Stadt Laub auch auf der Kompostieranlage Johannsen abgegeben werden könnte (wir berichteten). Auch die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Haushaltsmittel für die Laubentsorgung wieder auf 20000 Euro zu erhöhen. Doch nur die Sozialdemokraten kämpften dafür, dass den Bürgern bei der Entsorgung des städtischen Laubes Unterstützung zukommen müsste.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2012 | 20:53 Uhr

Der FDP-Politiker Gunnar Werner plädierte sogar dafür, die Laubabfuhr, die jetzt noch in den Straßen Lindenweg, Eichenweg, Friedlandstraße und Moorreger Weg im Herbst regelmäßig und in einigen anderen Straßen auf „Zuruf“ erfolgt, ganz einzustellen. „Die Laubabfuhr ist ein Fass ohne Boden“, sagte er. Doch SPD und Grüne lehnten seinen Antrag ab, die Christdemokraten enthielten sich.

Und da der Verwaltungsvorschlag nur von den Sozialdemokraten unterstützt, von der CDU, den Grünen und der FDP aber abgelehnt wurde, bleibt es in diesem und wohl auch im Herbst 2013 dabei: Die Laubabfuhr wird nicht wieder als freiwillige Leistung der Stadt für alle Straßen eingeführt.

Grünenpolitiker und Vorsitzender des Umweltausschusses Helmut Rahn hatte zu Beginn der Diskussion darauf hingewiesen, dass „rechtlich Laub wie Schnee und Regen zu betrachten ist“ und nicht unterschieden werde, ob es sich um Laub von öffentlichen oder privaten Bäumen handle.

„Jeder Grundbesitzer muss sich kümmern, wie er das Laub entsorgt. Bei Schnee ist er ja auch in der Pflicht“, so Helmut Rahn. Er machte deutlich, dass es nicht möglich sei, für ältere Bürger Sonderregelungen zu treffen und verwies auf Nachbarschaftshilfe oder private Dienstleister. „Wir reden hier von der Entsorgung des Laubes unserer Stadtbäume. Da können wir die Leute doch nicht alleine lassen“, ärgerte sich Rolf König (SPD) über die Argumentation der Grünen.

Auch Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz räumte ein, dass das städtische Grün und die Laubbelastung ziemlich umfangreich seien, weil der städtische Baumbestand in Umfang und Größe gewachsen ist. „Die im Haushalt vermerkten 10000 Euro reichen nicht. Die Kosten werden wohl in diesem Jahr bei 20000 Euro liegen“, sagte er. Die Christdemokraten verwiesen auf die Haushaltssituation und das Sparen. „Wir können doch nicht die Einsparungen torpedieren“, so Bernhard Janz.

Rolf König hatte dafür nur ein Kopfschütteln. „Im Nachtrag müssen wir doch sowieso auf 20000 Euro gehen.“

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