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Vielfalt künstlerischer Positionen : Spannendes Live Art Festival – „Postspectaclism“ auf Kampnagel

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es wird spektakuläre Aktionen geben auf dem ehemaligen Fabrikgelände „Kampnagel“ beim „Live Art Festival“, das vom 30. Mai bis zum 9. Juni stattfindet.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2012 | 20:25 Uhr

Die Wortschöpfung „Postspectaclism“ wurde von den beiden Kuratorinnen Nadine Jessen und Melanie Zimmermann gewählt und soll eine thematische Klammer um die 2012 eingeladenen Produktionen „mit sich auflösenden Grenzen“ suggerieren. Neugierig darf der Besucher auf die Arbeit der Wiener Künstlerin Djana Covic sein, die beabsichtigt, auf einer Piazza für die Dauer des Festivals eine Swimmingpool-Installation zu errichten. Alle sind zu Aktivitäten am Pool eingeladen. Die estnische Choreografin Krööt Juurak lässt bei ihrer Arbeit „Scripted Smalltalk“ ausschließlich die Zuschauer agieren, nachdem sie Mikrofone und Dialogkripte bekommen haben.

In Davids Weber-Krebs Arbeit „Tonight, lights out“ werden die Zuschauer per Lichtschalter mit einer Glühlampe verbunden und haben so bei dieser Lichtperformance die Dramaturgie des Abends buchstäblich selbst in der Hand.

Aufsehen wird die weniger witzige Arbeit „Low Pieces“ des Choreografen Xavier de Roy bekommen. Da er als Forschergeist den zeitgenössischen Tanz in den letzten Jahren stark beeinflusst hat, beginnt seine Performance einer Gesprächssituation. Danach legen die Tänzer ihre Kleidung ab und provozieren in Dialogen, um die Erwartungen und den Voyeurismus neu zu hinterfragen.

Einen besonderen Raum nimmt die Choreografin Constanza Macras mit ihrer großen Produktion „Open for Everything“ ein, das zur Eröffnung der Wiener Festwochen Anfang Mai uraufgeführt wurde. Mit Tänzern ihrer Companie und einem Ensemble aus Roma Musikern und Tänzern zeigt sie schrilles, lautes Tanztheater, das die Chancenlosigkeit der Roma thematisiert.

Macras fordert die Vorurteile und Klischees gegenüber der Volksgruppe der Roma mit ihrer ausgezeichneten Performance heraus. Die rasante Tanztheaterproduktion der gebürtigen Argentinierin Constanza Macras ist vom 31. Mai bis 2. Juni 19.30 Uhr im k6 mitzuerleben. Ein Publikumsgespräch findet am 1. Juni nach der Vorstellung statt.

Dieses 4. „Live Art Festival“ auf Kampnagel, Jarrestraße 20, ist im Verbund mit sieben anderen Europäischen Festivals, die insgesamt fünf Jahre vom Kulturprogramm der Europäischen Union gefördert werden. Karten: 040/270 949 49. Infos: www.kampnagel.de

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