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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 12:51 Uhr

Vertrag : Spannende Aufgaben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Neue Zeiten für die Abwasserentsorgung auf Helgoland: Rückwirkend zum 1. Januar überträgt die Gemeinde heute die Abwasserbeseitigungspflicht und damit die Verantwortung für das gesamte Schmutz- und Regenwassernetz sowie für den Betrieb des Inselklärwerks auf den AZV-Südholstein. Helgoland ist damit die 14. Stadt oder Gemeinde, in der die Hetlinger Abwasserfachleute auch für die direkte Betreuung des örtlichen Kanalnetzes zuständig sind. Bereits seit Jahresbeginn ist die Inselgemeinde Mitglied im AZV-Pinneberg. Jörg Singer, Bürgermeister

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 22:56 Uhr

Jörg Singer, Bürgermeister auf Deutschlands einziger Hochseeinsel, und Roland Krügel, Vorsitzender der Verbandsversammlung des AZV Pinneberg, unterzeichneten gestern die Verträge. Mit dabei: Landrat OIiver Stolz. „Ich freue mich, dass die Verbindung zwischen Helgoland und dem übrigen Kreisgebiet über die Zusammenarbeit mit dem AZV weiter gestärkt wird“, so Stolz.

Für die rund 1500 Einwohner zählende Insel, die rund 40 Kilometer vom Festland entfernt ist, rechnet man mit weiter steigenden Einwohner- und Besucherzahlen. „Diese wirtschaftliche Entwicklung wollen wir ökologisch nachhaltig gestalten. Dazu gehört auch eine fachgerechte, sichere Abwasserentsorgung“, so Bürgermeister Singer. Mit dem AZV hole sich die Gemeinde die erforderliche Expertise auf die Insel. „Die Abwasserentsorgung ist auf Helgoland in der Tat mit besonderen Herausforderungen verbunden“, bestätigt Krügel. „Die Insellage an sich ist eine Besonderheit, saisonbedingt schwanken die Abwassermengen stark und durch das Hochseeklima gibt es obendrein einen erhöhten Salzwassereintrag: alles spannende Aufgaben, für die wir unser Fachwissen gern zur Verfügung stellen“, so Krügel.

Das Kanalnetz der Insel Helgoland und der Nebeninsel Düne umfasst insgesamt rund neun Kilometer Schmutzwasserkanäle und etwa acht Kilometer Regenwasserkanäle sowie sechs Pumpwerke. Das Inselklärwerk stammt aus den Achtzigerjahren und wurde zuletzt 2001 ausgebaut. Eine der ersten Maßnahmen des Zweckverbandes wird daher der Umbau der Kläranlage und die Umstellung auf das sogenannte sequenzielle biologische Reinigungsverfahren (SBR) sein. Dabei finden alle biologischen Reinigungsprozesse nicht räumlich getrennt, sondern zeitlich versetzt in einem Becken statt. Unter Laborbedingungen hat dieses Verfahren auf Helgoland bereits zu einer deutlich verbesserten Reinigungsleistung geführt. Noch in diesem Jahr soll mit den Planungen begonnen werden.

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