Fußball : Später Haye-Doppelpack

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Die „geballte Fachkompetenz“ stand am Sonntagnachmittag bei den Frauen des FC Union Tornesch an der Seitenlinie: Chefcoach Detlef Arndt, Co-Trainer Mahdi Habibpur (kann als Aktiver bei den 1. Herren nach seiner Verletzung wohl erst nach der Winterpause wieder spielen), sowie Hanni Schröter und Sven Hege, der eigentlich die B-Juniorinnen betreut. Beim Gegner Harburger SC saß dagegen „nur“ der bisherige Co-Trainer Ivo Idirizov auf der Bank: Von ihrem Chefcoach Rainer Feder hatten sich die HSC-Frauen vor dem Gastspiel an der Friedlandstraße getrennt, was wilde Kommentare im Forum der Internetseite des Teams zur Folge hatte.

shz.de von
17. Oktober 2012, 18:57 Uhr

Von derartigen Unruhen sind die Union-Frauen zurzeit weit entfernt – und nahmen selbstbewusst gleich das Heft in die Hand. Die Tornescherinnen taten deutlich mehr für das Spiel, liefen aber mehrmals in die von den Gästen aufgestellte Abseitsfalle oder waren beim finalen Pass nicht zielstrebig genug. Auf der Gegenseite kamen die Harburgerinnen, die erst in diesem Sommer als Landesliga-Vizemeister den Aufstieg in die höchste Hamburger Spielklasse geschafft hatten, kaum einmal gefährlich nach vorne. Für FCU-Aushilfskeeperin Melissa Büscher, die Alina Sinah Stein vertrat und damit zu ihrem ersten Verbandsliga-Spiel nach mehrmonatiger Abstinenz kam, gab es deshalb nicht allzu viel Arbeit.

Nach einer guten halben Stunde musste FCU-Kapitänin Nicole Kleinwort passen: Vor den Augen ihres Bruders Daniel, der selbst bei den 2. Herren des TSV Holm in der Kreisliga kickt und unter den Zuschauern weilte, erlitt sie eine Zerrung. Für sie kam Sarah Büscher, die berufsbedingt erst kurz vor dem Anpfiff eingetroffen war, ins Spiel. Nach der Pause wurde die Überlegenheit der Gastgeberinnen noch größer. Das Spiel fand nun fast nur noch in der Spielfeldhälfte der Gäste statt, aber die Tornescherinnen kamen nie zwingend vor das gegnerische Gehäuse.

Doch dann machte wieder einmal Haye den Unterschied aus: Die 26-Jährige, die insgesamt 177 Bundesliga-Spiele für die Frauen des Hamburger SV absolvierte, gab HSC-Keeperin Doris Meurer zweimal innerhalb von nur drei Minuten das Nachsehen (73., 75.). Kurz darauf rasselte Sarah Büscher im gegnerischen Strafraum mit dem Kopf ihrer Gegenspielerin zusammen, erlitt eine Platzwunde und wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren. Da Arndt schon dreimal gewechselt hatte, mussten die Union-Frauen ihren dritten Sieg in Folge in Unterzahl über die Zeit bringen, was ihnen auch ohne größere Probleme gelang.

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