zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 14:12 Uhr

Zukunftsgespräche : Sozialministerin diskutiert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es sei angenehmer, bei offenen Fragen, Problemen und finanziellen Schwierigkeiten mit dem Land zu verhandeln als mit dem Kreis oder den Kommunen, so die Kindergartenleiterin von Barmstedts „Arche Noah“, Doris Renner, zu Sozialministerin Kristin Alheit (SPD), die im Rahmen der Zukunftsgespräche der Kreis Pinneberger Sozialdemokraten in den Seegarten gekommen war, um über die Situation von Kindern, Eltern und Erziehern in Kindertagesstätten und -krippen zu informieren und zu diskutieren. „Wir wollen nicht darauf warten, dass die Eltern auf einen Kindergarten- oder krippenplatz klagen, sondern alles Mögliche dafür tun, dass wir hier in Schleswig-Holstein zufriedene Eltern haben und jedem Kind gleich welcher Schicht, Herkunft oder welchem Entwicklungsstand einen guten Start und gleiche Chancen in der Bildung von Anfang an bieten können.“

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 21:08 Uhr

Dass es den Kitas trotzdem nicht so leicht fällt, die neuen Bedürfnisse umzusetzen, schilderte die Arche Noah Leiterin.

Sie hatten bereits 2008 einmal 28 Krippenplätze geplant, als die Nachfrage noch einmal auf 20 zusätzliche Plätze explodierte, einen zweiten Ausbau genehmigte der Kreis aber nicht, jetzt droht die Stadt mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht, da 200000 Euro Kosten für den erneuten Ausbau ungedeckt sind.

Weiteres Problem – das betrifft allerdings nahezu alle Krippen im Land – Erzieherinnen und Erzieher für die neu geschaffenen Kita-Plätze sind kaum zu bekommen. Gerade im Kreis Pinneberg verschärft sich allerdings das Problem, hier wohnende Erzieher gehen lieber nach Hamburg, dort werden sie besser bezahlt, so Doris Renner.

Schwierig wird es auch für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Hier sieht Doris Renner es häufig, dass die Eltern das Mittagessen im Ganztagskindergarten nicht zahlen können und die Kinder beim gemeinsamen Mittagessen mitgebrachte Brote verzehren müssen.

Besonders problematisch werde es bei der Inklusion, also der gleichberechtigten Erziehung von behinderten Kindern. Da fehle es an Moderatoren und Therapeuten, die die Arbeit der Erzieherinnen mit diesen behinderten Kindern in der Gruppe ergänzend unterstützen und auch an Fahrzeugen und Bussen, die diese Kinder aus den umliegenden Dörfern zu diesen Inklusions-Kitas bringen.

Die Barmstedter SPD-Politiker zeigten sich bestürzt. „Ich habe nicht gewusst, dass in unseren Kitas immer noch so große Hürden bestehen“, so SPD-Ortsvorsitzender Hans Christian Hansen. Sozialministerin Alheit drängt die Kommunen, die Chancen auf den Kita-Ausbau jetzt wahrzunehmen. „Die Gelder müssen schnell abgerufen werden, damit wir alle benötigten Plätze bis Ende 2014 fertig haben.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert