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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 00:06 Uhr

Bericht aus Berlin : „Soziale Gerechtigkeit“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zur aktuellen Versammlung der SPD-Senioren war auch der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann eingeladen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2014 | 21:40 Uhr

Dieser erinnerte mit seinem Bericht aus der Hauptstadt daran, dass die SPD mit der abschlagsfreien Rente nach 45 Berufsjahren eins ihrer zentralen Wahlversprechen erfülle. „In diesem Punkt haben wir Zustimmungsraten von fast 80 Prozent, denn hier geht es darum, Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, mit jetzt 63 und später 65 Jahren in den Ruhestand gehen zu lassen, ohne dass sie mit Abzügen bestraft werden. Das ist keine Politik mit der Spendierhose, sondern ein Stück soziale Gerechtigkeit, das wir auch finanzieren können.“

Wenig Verständnis brachte der Abgeordnete indessen für die Kritik der Arbeitgeberverbände auf: „Eine Argumentation, die einerseits die Unverzichtbarkeit der älteren Arbeitnehmer in den Betrieben herausstellt und andererseits das Szenario einer massenhaften Belegschaftsverjüngung auf Kosten der Beitragszahler in den Raum stellt, ist doppelzüngig und unverantwortlich“, sagte der Bundestagsabgeordnete. „Unternehmen, die ihre älteren Mitarbeiter mit Blick auf die neue Rentenregelung entlassen, handeln asozial, und Arbeitgeberfunktionäre, die sich für ihre Mitgliedsbetriebe jetzt auf die Suche nach den entsprechenden Schlupflöchern machen, leisten letztlich Beihilfe zum Sozialbetrug“, so Rossmann weiter.

„Die entscheidenden Stellschrauben für die Leistungsfähigkeit der Rentenkassen sind die Produktivität und die Höhe der Einzahlungen der Versicherten. Und hier wird sich auf der einen Seite durch die Investitionen in Bildung und Forschung und auf der anderen Seite durch die Einführung des Mindestlohns in den nächsten Jahren einiges tun“, betonte Rossmann. Der Mindestlohn werde außerdem Kaufkraft schaffen, die Arbeitslosenversicherung entlasten und in der Zukunft einen wichtigen Beitrag gegen Altersarmut leisten.

Insgesamt habe die SPD in der Großen Koalition bereits ein gutes Arbeitstempo vorgelegt, lobte Rossmann. „Wir haben nicht nur einen guten Koalitionsvertrag verhandelt, sondern sorgen jetzt auch dafür, dass die sozialdemokratische Handschrift in gutes Regierungshandeln umgesetzt wird.“

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