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CDU-Jahresversammlung : Sorge um Folgen der Elbvertiefung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ist die Jahresversammlung der Christdemokraten lange Zeit ohne große Diskussionen verlaufen, so sorgte am Ende das Thema Elbvertiefung noch für einigen Zündstoff. Besonders die Verschiebung der Brackwassergrenze Richtung Hamburg bereitet den Landwirten der Region Sorgen.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2012 | 21:41 Uhr

Diese Grenze werde von der Höhe Glückstadt an die Nordspitze von Pagensand wandern, erklärte der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende und Bürgermeister Rolf Herrmann. „Wir werden dann ganz sicher Salzwasser in unserem Grundwasser haben“, erklärte der Obstbauern im Ruhestand und CDU-Fraktionsvorsitzende Wilfried Plüschau. Er wies darauf hin, dass Hamburg in einem Vertrag den Obstbauern des Alten Landes zugesichert hat, den Bau von Wasserbassins zu finanzieren, sollte das Grundwasser auf der niedersächsischen Seite versalzen. Schon heute könne Sommers im Alten Land das Wasser aus den Wettern nicht genutzt werden, weil es salzig sei, berichtete Plüschau. Die Landesregierung in Kiel geht davon aus, dass es nicht zu Versalzungen kommt. Kritisch sieht auch der Haselauer CDU-Chef diese Position. „Wir wollen, dass der Salzgehalt gemessen wird, und zwar an zwei Stationen“, forderte Herrmann eine regelmäßige Überprüfung dieser Annahme.

Auf die Themen Kindergarten-Neubau, Windenergie und schnelle Telekommunikation legte der Konservative während des Treffens im Haselauer Landhaus die Schwerpunkte seiner Jahresberichts. Als eine der größten Aufgaben der Gemeinde“, bezeichnete der Vorsitzenden das Bauprojekt zusammen mit dem Nachbardorf Haseldorf. „Wir werden eine sehr schöne kindergerechten Einrichtung bekommen“, so Herrmann. Als Konsequenz aus dem Atomausstieg der Bundesregierung wollen die Gemeinden der Marsch eine Windenergievorrangfläche ausweisen lassen. Die Entscheidung fällt im Mai oder Juni in Kiel. Der Bürgermeister appellierte an die Grundbesitzer, keine Vorverträge mit Projektentwicklern abzuschließen, da ein Bürgerwindpark umgesetzt werden soll, falls Kiel zustimmt.

Und trotz der Verzögerungen bei Planung und Ausführung eines Glasfasernetzes durch die „azv Südholstein Breitband GmbH“ bleibt der Christdemokrat voller Hoffnung, dass auch in Haselau dieses Projekt realisiert werden kann.

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