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Heimatmuseum Holm : Sonntags auf Entdeckungstour gehen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Holmer Heimatmuseum gibt es viel zu erkunden. Schuhmacher-, Uhrmacher- und Zimmererwerkstatt, Kaufmannsladen, Klassenzimmer und mehr laden unter einem Balkenwerk aus dem Jahr 1710 zu einer Entdeckungsreise ein. In die neue Saison ist das Museumsteam mit der Sonderausstellung „Holm im Krieg“ und einer neuen Lichtanlage gestartet.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2016 | 19:04 Uhr

Bis Oktober sind die Museumsräume an der Hauptstraße 14 zwischen Gasthof Ladiges und Edeka-Markt von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Zusätzlich freuen sich Museumsleiter Manfred Hasenjäger, Dieter Herrmann, Vorsitzender des betreibenden Förderkreises für Kultur und Brauchtum in der Gemeinde Holm, und ihr sechsköpfiges Museumsteam am Pfingstmontag zur gleichen Zeit auf geschichtsinteressierte Besucher.

Herzstück der Sonderausstellung ist ein Modell der Flakstellung, die sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs nördlich der Gemeinde Holm befand. Gebaut wurde es von Stabsfeldwebel Thorsten Göpfert von der Appener Unteroffiziersschule der Luftwaffe. Er orientierte sich dabei detailgetreu an den Erinnerungen eines Zeitzeugen, den er als zwei Zentimeter große Jungenfigur in das Modell integrierte. Ergänzt wird das Exponat von Fotografien und Erläuterungen. Auch an die anschließende zivile Nutzung der übrig gebliebenen, gemauerten Baracken als Flüchtlingsunterkünfte und später als Probenraum für Bands wird berücksichtigt. „Wir wollen mit der Ausstellung keine militärbegeisterten Neo-Nazis anziehen, sondern über die Holmer Geschichte informieren“, stellte Manfred Hasenjäger klar. „Die Vergangenheit der Gemeinde steht auch ansonsten im Mittelpunkt“, betonte er. Der Museumsleiter und seine Mitstreiter wollen die Holmer Geschichte erlebbar und erfahrbar machen. „Deshalb darf man bei uns alles anfassen“, sagte er.

In den Anfangsjahren des Museums, das auf eine Initiative von Johannes Paulsen zurückgeht, wurde alles gesammelt was alt ist. „Wir sind dabei, die Exponate zu sichten, was doppelt und dreifach vorhanden ist auszusortieren und nur das zu zeigen, was einen Bezug zu unserer Gemeinde hat“, so Hasenjäger. Der Museumsleiter und seine Unterstützer sind dabei, weitere Vorhaben umzusetzen. Das Team plant, historische Fotografien zu digitalisieren. Angedacht ist ferner, den Kontakt zur Holmer Grundschule wiederzubeleben und den DRK-Seniorentreff zu besuchen, um Wissenswertes von Alt-Holmern zu erfahren.

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