Knust : Songs wie für Cowboys gemacht

Hört man ihre Musik, fühlt man sich plötzlich und unvermittelt in einen Western-Film versetzt. „Gin Wingmore“ aus Neuseeland versucht, mit ihren Songs eine ganz eigene Sprache zum Ausdruck zu bringen und bedient sich dabei einem herben „Cowboy-Feeling“, was ihre Musik und ihren Stil als Künstlerin im Allgemeinen unverwechselbar werden lässt.

shz.de von
20. Februar 2013, 20:14 Uhr

Eine gehörige Prise Rock’n’Roll sowie ein kleiner Schuss Blues vervollkommnen das klangliche Bild, das „Gin Wingmore“ in liebevoller Kleinstarbeit um sich herum aufgebaut hat. Doch von irgendwelchen Genre-Schubladen zu sprechen, ist tatsächlich eigentlich viel zu kurz gedacht, wenn man von der jungen Neuseeländischen Musikerin spricht. Ihr Song „Man Like That“, welcher in einem Werbespot für den jüngsten „James Bond“-Film zu hören ist, dürfte hierfür das beste Beispiel sein. Man spürt regelrecht, dass es der Musikerin mehr darum geht, den Hörern einen Inhalt zu vermitteln, der ihr persönlich wichtig ist, als um kommerziellen Erfolg. Dass sie es versteht, Songs zu schreiben, die „unter die Haut gehen“, hat sie bereits im jungen Alter von 17 Jahren unter Beweis gestellt. Sie gewann mit ihrem Song „Hallelujah“ die „International Songwriting Competition“, bei der sie sich gegen mehr als 11000 Mitbewerber durchsetzte. In dem Song verarbeitete sie den Tod ihres Vaters.

Einige Jahre später steht nun bereits die zweite Album-Veröffentlichung von „Gin Wingmore“ bevor. Noch im Frühjahr diesen Jahres kommt die zweite Platte „Gravel & Wine“ in die Läden. Produziert wurde das Album von Butch Walker, der unter anderen für „Nelly Furtado“, „Pink!“ sowie „Katy Perry“ arbeitete. Mit dem Kultlabel „Motown“ im Rücken versucht die Sängerin „Gin Wingmore“ nun, ihren nationalen Erfolg auch in andere Länder zu tragen und ihre Musik dort anderen Menschen ebenfalls zugänglich zu machen. Die fast schon sprühende Authentizität der Songs Wingmores kommt nicht zuletzt durch den Kontakt zu Soul- und R’n’B-Legende „Al Green“. Sie habe nach eigenen Angaben von dem Musiker lernen wollen, was Blues sei und wie dieser in Nashville gespielt wird. Der Einfluss ist unverkennbar zu hören.

Eine überzeugende Live-Show auf die Beine zu stellen, hat „Gin Wingmore“ in ihrer Karriere als Musikerin mittlerweile gelernt. Immer wieder überschlagen sich Publikum und Fachpresse nach den Shows der Neuseeländerin. Am Freitag, den 1. März kann man sich von den Qualitäten der Sängerin live überzeugen lassen.

Das Konzert im Hamburger Knust beginnt um 21 Uhr. Einlass ist eine Stunde früher, ab 20 Uhr. Es sind noch Karten zum Preis von 21 Euro im Handel zu erwerben.

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