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Sportzentrum Großer Moorweg : Soccerhalle mit in Zuschuss-Anträgen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dem im Vorwege des Hauptausschusses von den Grünen-Politikern gestellten Antrag auf öffentliche Beratung darüber, wer als Bauherr des neuen Sportplatzes am Großen Moorweg auftreten und ob dort eine Soccerhalle entstehen soll, wurde gefolgt. Die Politiker nahmen diesen Tagesordnungspunkt mit in den öffentlichen Meinungsaustausch. Bürgermeister Roland Krügel informierte, dass auf der Suche nach Möglichkeiten für Fördergelder mit der AktivRegion und dem Kreis Pinneberg Kontakt aufgenommen wurde. Voraussetzung für die kurzfristig zu stellenden Förderanträge ist jedoch die Zustimmung des Hauptausschusses zu den im Kultur- und Bildungsausschuss vorgestellten Planungen des FC Union einschließlich des Baus einer Soccerhalle. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass die Stadt Tornesch als Bauherr der gesamten Sportanlage auftritt und die Anlage an den Fußballverein verpachtet. Der Verein wiederum soll berechtigt sein, unter Beteiligung der Stadt, die Gastronomie und oder den Betrieb der Soccerhalle unterzuverpachten.

Gegen die Stadt als Bauherrn hatten die Politiker keine Einwände. Bedenken meldete die FDP bezüglich der Unterverpachtung an. „Wir sollten das erst beschließen, wenn das Betreibermodell vorliegt. Wir plädieren dafür, dass die Gewinne für den Betrieb der Sportanlage bleiben“, so Gunnar Werner. Der Vorsitzende des Hauptausschusses fand in dem Grünen-Politiker Helmut Rahn einen Verbündeten. „Für alle Fraktionen war das Betreiberkonzept das Problem. Der FCU war nach der Vorstellung des Konzeptes in der Novembersitzung des Kultur- und Bildungsausschusses beauftragt worden, ein kleineres Modell zu durchdenken. Außerdem sollten die Tornescher Sportvereine miteinander reden, ob eine gemeinsame Betreuung der Gastronomie möglich ist. Es geht nicht, dass wir öffentliche Gelder für den Bau einer Soccerhalle mit Gastronomie in die Hand nehmen und einen privaten Betreiber Gewinne machen lassen. Da ist für uns Ende der Fahnenstange“, machte Helmut Rahn deutlich.

Die Idee, mit einer Soccerhalle die Sportanlage aufzuwerten, sei auch ein Ergebnis des Sportentwicklungsplanes und des Kählert-Gutachtens, das die Grünen gewollt hätten, machte Verena Fischer-Neummann (SPD) deutlich.

„Ich weiß nicht, ob sich die Vereine getroffen haben und zu welchem Ergebnis sie gekommen sind. Für uns ist klar, eine Soccerhalle rechnet sich nicht. Es sollte dort lieber eine Tennishalle gebaut werden“, so Helmut Rahn. SPD und CDU machten deutlich, dass es nicht möglich sei, FCU, TuS und Tennisverein auf der neuen Sportanlage zusammenzuführen. „Wir sind vielleicht nicht so mitgenommen worden in den weiteren Überlegungen zur Unterverpachtung. Aber wir sollten die Fristen zur Antragstellung der Zuschüsse einhalten und ich hoffe, dass es mit den Zuschüssen klappt“, warb Verena Fischer-Neumann um die Beauftragung der Verwaltung, Zuschussanträge zu stellen und Pachtverträge und Finanzierungspläne vorzubereiten.

Auftrag an die Verwaltung Nach einer von den Grünen beantragten Sitzungsunterbrechung stimmten SPD und CDU zu, dass die Stadt als Bauherr der Sportanlage mit Soccerhalle auftritt, die Anlage an den FCU verpachtet und dieser die Soccerhalle/Gastronomie unterverpachtet. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Zuschussanträge zu stellen, die notwendigen Pachtverträge vorzubereiten, den Verkauf des FriedlandstraßenSportplatzes voranzutreiben und bis zur Sommerpause einen Finanzierungsplan mit dem FCU aufzustellen.

Außerdem wurde beschlossen, dass mit dem Bau erst begonnen werden kann, wenn die Finanzierung einschließlich des Betreiberkonzeptes steht, die Mittel im Haushalt zur Verfügung stehen und die Pachtverträge unterschriftsreif sind. Grüne und FDP enthielten sich. „Eigentlich müsste das Thema in die Fraktionen zurück“, so Helmut Rahn.

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erstellt am 24.Apr.2012 | 21:22 Uhr

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