Elbe-Chorfestival : So spektakulär klingt die Region

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Ganz für sich allein oder wie er es nannte: im stillen Kämmerlein hatte er das Ereignis geplant! Offenbar ist das eine gute Basis für große Würfe, denn der ist Reiner Sievers zweifellos gelungen. Er schenkte der Region mit dem Elbe-Chorfestival eine wunderbare neue Veranstaltung. Und das Beste daran: Während der Premiere versprach er eine Wiederholung im Drei-Jahres-Rhythmus.

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03. September 2012, 21:10 Uhr

Neun Chöre waren dem Ruf des Chefs des Hetlinger Männergesangvereins gefolgt. Darunter auch solche, die in der Öffentlichkeit eher weniger zu hören sind. So unterschiedlich ihre Namen, so unterschiedlich auch ihre musikalische Ausrichtung. Die Besucher im voll besetzten Rinderstall hörten plattdeutsche Lieder, traditionelle Volksweisen und große Klassiker von den gastgebenden Hetlinger Sängern (Leitung: Olaf Polenske) und der Haseldorfer Liedertafel (Leitung: Ikenoya Mitsuhiro). Die Heidgrabener Liedertafel (Leitung: Regine Winkler-Kopper) war mit Volksliedern aus England und Israel vertreten. Gospels sind die Leidenschaft der Haselauer Kantorei (Leitung: Michael Horn-Antoni).

Poppig wurde es mit dem Chor des Uetersener Ludwig-Meyn-Gymnasiums (Leitung: Ulrike Helmert), sakral mit dem Kirchenchor der Neuapostolischen Kirche Hamburg-Iserbrook (Leitung: Olaf Polenske). Ein Bisschen von allem hatten etwa die jungen Sängerinnen und Sänger des Elbkinderchores (Leitung: Manuela Teichmann), der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein (Leitung: Helmuth Brügmann) und die Marsch Mel(l)os Hetlingen (Leitung: Olaf Polenske) im Gepäck. Besonders rührend waren die Arche Noah Beatkids aus Holm (Leitung: Sabine Johannsen), die lustige und moderne Kinderlieder sangen. Alles in allem ein toller Nachmittag, die drei Stunden waren angefüllt mit herausragenden Leistungen und beeindruckenden Soli. Respekt gebührt auch den Dirigenten, die so entscheidenden Anteil am Glanz der Chöre haben und sich dennoch bescheiden im Hintergrund hielten.

Reiner Sievers hat sein Ziel zweifellos erreicht. Er wollte zeigen, wie reich an Chormusik die Region ist. Für das nächste Mal hofft er auf noch mehr Interesse seitens der Chöre. „Ich habe kein Problem damit, bis nach Brunsbüttel und Lauenburg auf die Suche zu gehen“, sagte er im Gespräch mit Mathias Christian Kosel. Der Hamburger Kosel führte durch das Programm und füllte seine Moderation mit Wissenswertem über Chöre, Chormusik, Komponisten und musikalische Tradition.

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