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Der 30. Geburtstag : So sind die deutschen Bräuche

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In Italien kenne man diesen Brauch nicht, sonst müsste jeder Mann fegen, denn niemand sei mit 30 Jahren bereits verheiratet. Söhne seien da noch bei ihrer Mutter, erklärt Monja da Ronch von der Eis Cortina.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2015 | 17:21 Uhr

Hotel Mama ist auch in Deutschland wohl bekannt. Und wer sich erst einmal eingerichtet hat, der bleibt gerne so lange, bis er vertrieben wird. Doch hierzulande kennt man das Fegen, als „Strafe“ dafür, dass Mann seine Holde noch nicht geehelicht hat. Falls es diese schon geben sollte.

Richard da Ronch ist gebürtiger Italiener, doch er ist auch Uetersener. Und weil die Gäste der Eis Cortina das wussten, hatten sie die Familie schnell in diesen Brauch eingeweiht, nur das Geburtstagskind nicht. Der wurde zu Beginn das Tages hübsch hergerichtet. Es entstand eine Mischung aus Conchita Wurst und Dana International. Und noch am Rathaus angekommen, machte der Delinquent den Eindruck, als wisse er nicht, worauf es nun ankommt. Etliche Kronkorken waren im Eingangsbereich bereits verstreut worden, doch er ließ sich einmal mit den dort wartenden Schönheiten fotografieren. Ums Posen ging es jedoch nicht. Sondern darum, die Kronkorken mit kleinem Arbeitsgerät einzusammeln. Durchaus kein leichtes Unterfangen.

Und der 30jährige mag sich mehrfach gefragt haben, warum er seine Dilva nicht schon längst geheiratet hatte. Denn dann wäre ihm die Situation erspart worden. Sie selbst will um das Klinkenputzen herum kommen, die Hochzeitsglocken sollen daher, so war zu erfahren, noch vor ihrem 30-Geburtstag läuten. Zum Glück für den Bedauernswerten fand sich schließlich eine Jungfrau ein, die ihn freiküsste, sodass die Party endlich auch für ihn beginnen konnte. Gefeiert wurde natürlich in der Eis Cortina. Für ihren Bruder hatte Inhaberin Monja ein leckeres Tiramisu hergestellt.

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