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Vorhabenwoche an der KGS : So sieht soziales Engagement aus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gestern spielten Siebtklässler der Klaus-Groth-Schule am Vormittag mit einigen in Tornesch lebenden Flüchtlingen Fußball, am Nachmittag trafen sie sich mit ihnen und weiteren Flüchtlingsfamilien und Sprachpaten im Sprachcafé „Come TOgether“.

shz.de von
erstellt am 27.Mär.2015 | 18:51 Uhr

Doch nicht nur gestern hatten die Siebtklässler Kontakt zu Menschen, die zum Teil nach traumatischen Erlebnissen und Flucht vor Krieg und Gewalt um Asyl in Deutschland bitten. Die ganze Woche über waren die drei Mädchen und acht Jungs gemeinsam mit ihrem Lehrer Marcel Noick mit in Tornesch lebenden Flüchtlingen zusammen. Sie saßen neben ihnen in den Deutsch-Intensiv- und Alphabetisierungskursen, feierten mit ihnen das persische Neujahrs- und Frühlingsfest „Norooz“, führten kleine Interviews und konnten im Persischkurs nachvollziehen, wie sich wohl die Flüchtlinge aus dem persischen und arabischen Sprachraum, die oft keine Kenntnis von lateinischen Buchstaben haben, in der für sie fremden europäischen Kultur fühlen.

Einen kleinen Einblick in die persischen Schriftzeichen und die Phonetik gab den interessierten Schülern Mahdi Habibpur. Der junge Iraner lebt seit mehreren Jahren in Deutschland, spricht sehr gut Deutsch, ist Fußballer und Trainer beim FC Union Tornesch und für die Stadt Tornesch und im Sprachcafé als Dolmetscher eine wichtige Stütze bei der Betreuung und Integration von Flüchtlingen. Auch bei den Begegnungen der Klaus-Groth-Schüler mit den Flüchtlingen war Mahdi Habibpur ein Vermittler und Ideengeber. So hat er die Vorbereitungen für das persische Neujahrsfest organisiert und so die Schüler mit Flüchtlingen unterschiedlichen Alters zusammengebracht. Sowohl die Schüler als auch die Flüchtlinge und Sprachpaten hatten das Buffet mit Speisen bestückt. Und so probierten die Schüler von den persischen Süßigkeiten und die Flüchtlinge vom Apfelkuchen.

„Anfangs bestanden in der Kommunikation noch Hemmungen, aber beim zweiten Treffen in den Deutschkursen saßen die Schüler schon zwischen den Flüchtlingen, halfen ihnen und fragten sie nach Alter, Familie, Beruf und Herkunft“, erläutert Marcel Noick. Im Rahmen der Vorhabenwoche für Siebtklässler an der Klaus-Groth-Schule unter dem Motto „Soziales Engagement“ hatte der Lehrer die Idee für die Kontaktaufnahme mit in Tornesch lebenden Flüchtlingen. Er fand in VHS-Leiterin Inga Pleines, die auch Kontakt zu den ehrenamtlichen Sprachpaten hält, und Mahdi Habibpur engagierte Unterstützer des Ziels, Begegnungen ohne Vorurteile zu ermöglichen und das Interesse am gegenseitigen Kennen- und Verstehenlernen zu wecken. „Vielleicht wird aus diesen Erfahrungen bei den Schülern ein längerfristiges Engagement als Sprachpate“, so VHS-Leiterin Inga Pleines.

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