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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 03:20 Uhr

Gastspiel : So kraftvoll kann Messing sein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihre Geschichte beginnt mutmaßlich in Großbritannien. Dort wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die ersten ihrer Art gegründet und starteten Jahrzehnte später ihren Triumphzug durch Europa. Damit sind Brass-Bands keine amerikanische Erfindung, wie man vielleicht vermuten könnte.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 20:43 Uhr

Dass auch deutsche Musiker famose Brass-Bands gründen können, weiß kaum jemand besser als Timo Hänf. Er leitet eines dieser Blechbläser-Ensembles und ist mit der „Brass Band wbi“ am 6. März zum dritten Mal in der Rellinger Kirche. Gastgeber und Kantor Oliver Schmidt rechnet nach dem großen Erfolg der vorangegangenen Konzerte mit bis zu 400 Besuchern. „Die Musiker haben sich durch ein ausgesprochen vielseitiges und spannendes Programm ausgezeichnet“, sagte er. Daran wird sich mutmaßlich nichts ändern. Und auch das Klangvolumen wird unverändert spektakulär werden, denn Hänf kommt mit bis zu 40 Musikern, darunter drei Schlagzeuger.

Das Programm ist eine Mischung aus Originalkompositionen für Blechbläser-Ensembles etwa von Philip Sparke, populären Titeln aus internationalen Filmen sowie Popsongs. „Dabei präsentieren wir dieses Mal besonders Flügel- und Althorn aus der Band heraus“, sagte Timo Hänf. Beweisen will er einmal mehr, „dass man auch mit so vielen Blechbläsern differenziert spielen kann“.

Die „Brass Band wbi“ besteht aus Musikern aus Hamburg und Schleswig-Holstein, die Timo Hänf gemeinsam mit Bandgründer und -förderer Claus Popp zusammengesucht hat. Sie verbindet ihr Amateurstatus und damit die Tatsache, dass sie aus ganz verschiedenen Berufsgruppen kommen. Hänf ist dagegen Berufsmusiker, hat an der Musikhochschule in Lübeck studiert und verdient sein Geld heute mit Ensembleleitungen und als Dozent für Blechbläser.

Für ihn ist eine Brass-Band „mehr als ein Fanfarenzug, weil das Klangbild runder und dunkler ist“. Mit seinem Ensemble probt er alle zwei Wochen in einer Schule in Bad Bramstedt, wobei es ihm und den Musikern im Alter von 17 bis Mitte 50 vor allem um Spaß geht und darum, gemeinsam etwas auszuprobieren. Das Konzert in der Rellinger Kirche beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Spenden zur Finanzierung des Gastspiels wird gebeten.

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