Verkehrssicherheit : So geht moderne Kreuzung

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Rad-, Pkw- und Bus-Fahrer teilen sich die Straße. Ein modernes Leitsystem führt sie gemeinsam sicher durch eine verkehrsträchtige Kreuzung. Das lässt sich an einem der wichtigsten Pinneberger Knotenpunkte beobachten.

shz.de von
03. Mai 2015, 19:50 Uhr

Die Stadt brachte die Kreuzung Bahnhofstraße–Moltkestraße–Verbindungsstraße auf neusten Stand. An der Ecke fließt der Verkehr vom Bahnhof her an der Christuskirche vorbei nach links zum Amtsgericht oder nach rechts zur Berufsschule. Rund 10000 Fahrzeuge passieren die Kreuzung täglich, berichtete Roland Schultz, Leiter des Fachdienstes Verkehr.

Während der vergangenen Wochen ließ die Stadt für rund 95000 Euro die Ampelanlage und die Asphaltdecke austauschen. Die Markierung führt die Fahrzeuge nun teils anders als zuvor. „Das bedeutet deutlich mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auf der Kreuzung“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg. Der Umbau habe die Fahrradfreundlichkeit der Stadt gesteigert. Auf der Bahnhofstraße wurden auf jeder Kreuzungsseite jeweils zwei Haltestreifen mit einem Abstand von etwa zwei Metern zueinander aufgetragen. Wenn die Ampel Rot zeigt, müssen Pkw und Busse an der ersten Linie halten. Radfahrer können rechts an ihnen vorbei rollen, sich vor die motorisierten Fahrzeuge platzieren und an dem zweiten Markierungsstreifen warten.

Wenn die Ampel auf Grün springt, haben sie dadurch freie Fahrt und können insbesondere nach links sicher abbiegen.

Wer mit dem Drahtesel nach rechts Richtung Berufsschule fährt, bleibt ebenfalls auf der Straße, aber hinter einer durchgezogenen Linie. Im weiteren Verlauf der Straße ist die Linie gestrichelt. Erst dort dürfen Pkw bei freier Straße den Radschutzstreifen mitbenutzen.

Wer mit dem Auto vom Bahnhof kommt, durfte bisher nur nach rechts, seit dem Umbau aber auch nach links abbiegen. Radler dürfen zusätzlich weiterhin geradeaus in die entgegengesetzte Richtung der Einbahnstraße vorbei fahren. Neue Markierungen weisen dort einen Radstreifen aus. Busfahrer können bereits am unteren Ende der Bahnhofstraße ein grünes Ampelsignal anfordern.

Die Markierungen folgen der neusten Radverkehrsverordnung. Planer, Verkehrsbehörde, Polizei und der Ortsverein des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) stimmten sich während der Arbeiten ab.

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