Fußball : Skowronek sagt mit Tor „Servus“

Davon, zum Abschied leise „Servus“ zu sagen, wie es im gleichnamigen Lied empfohlen wird, hielt Martin Skowronek nichts. Stattdessen ließ es „Skow“, der am 26. Mai seinen 45. Geburtstag feiert, am Sonntag noch einmal krachen: Im letzten Spiel seiner langen und erfolgreichen Karriere steuerte er einen Treffer zum 5:1-Kantersieg, den die 1. Herren des Moorreger SV beim SSV Rantzau II feierten, bei. „Die Fußballer-Laufbahn von Skowronek war außergewöhnlich“, lobte MSV-Coach Arne Frank, der gerade einmal 24 Tage älter als Skowronek ist, seinen „Dauerbrenner“.

shz.de von
12. Mai 2015, 21:44 Uhr

In der Barmstedter Düsterlohe bot sich Skowronek bereits nach drei Minuten die große Chance auf sein sechstes Saisontor: Als nach einem Eckstoß Christian Poserns Kopfball vom Rantzauer Marcel Mattick auf der Torlinie mit der Schulter abgewehrt wurde, gab es dafür „nur“ die Gelbe Karte sowie einen Handelfmeter für die Gäste. Diesen schoss Skowronek flach links so schwach, dass der nicht gerade groß gewachsene SSV-Torwart Lars Schulz den Ball abwehren konnte. Auch bei Philipp Kaisers Lattenkopfball und Marvin Hoffmanns Pfostenschuss war den Gästen das Glück nicht hold. Nachdem Skowronek und Phillip Zink weitere Großchancen vergeben hatten, gingen plötzlich die Hausherren in Führung: Matticks Freistoß, fast von der Mittellinie abgegeben, flog an Freund und Feind vorbei ins Netz ‒ MSV-Aushilfskeeper Lukas Nickels sah dabei nicht gut aus (42.).

„Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt“, so Frank, der sich aber nicht lange über den Rückstand ärgern musste: Nur 90 Sekunden später sah Posern, dass er im Mittelfeld viel Platz hatte, marschierte los und schoss aus 18 Metern flach zum 1:1 ein. Dass es in der Pause auf beiden Seiten mehrere Spielerwechsel gab, sorgte bei den Moorregern für mehr Belebung. Und der eingewechselte Fabian Jacobsen erzielte nach einem Steilpass von Skowronek aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position auch die erste Gäste-Führung (1:2/57.). Vier Minuten später fand Paul Sarapata von rechts aus Marvin Hoffmann, dem aus vollem Lauf mit einem satten Linksschuss das 1:3 gelang. Dann kam der große Moment von Skowronek: Als Keeper Lars Schulz eine Hereingabe aus den Händen glitt, staubte der 44-Jährige eiskalt zum 1:4 ab (67.) ‒ und wurde zwei Minuten später unter tosendem Applaus aller Moorreger ausgewechselt. Nachdem ein Tor von Jonas Kaiser wegen Abseits nicht zählte, stellte der für Skowronek eingewechselte Patrick Goldmann den 1:5-Endstand her (91.). „Das war für uns und speziell auch für Skowronek ein perfekter Saison-Abschluss“, jubelte Frank.

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