Grüner Knopf : Siegel für faire Mode

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„Wenn sich die Menschen einen Pullover kaufen, sollen sie schnell und eindeutig erkennen können, ob es sich um öko-faire Kleidung handelt.“ Das hat Dr. Ernst Dieter Rossmann, SPD-Bundestagsabgeordneter des Kreises Pinneberg, bei einem Informationsbesuch im Weltladen TOP 21 gefordert. „Dazu brauchen wir einen ‚Grünen Knopf‘ als klar erkennbares Qualitätszeichen“, ergänzte er.

shz.de von
04. Januar 2015, 19:47 Uhr

Im Mittelpunkt des Gesprächs, an dem auch der Elmshorner SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Lenk und seine Fraktionskollegin Monika Czemper teilnahmen, standen Informationen über die aktuelle Initiative der Bundesregierung zum fairen Handel auf globaler Ebene und das Engagement der Stadt Elmshorn als Fairtrade-Town.

Ursula und Albert Röhl, die Betreiber des Weltladens, freuten sich, dass die Elmshorner Stadtverordneten für die Bewerbung der Stadt um das Fairtrade-Siegel gestimmt hatten. Sie waren im vergangenen Jahr Mitinitiatoren des Vorhabens. „2015 muss es zu ersten konkreten Umsetzungsmaßnahmen kommen. Die Steuerungsgruppe der Stadt sollte sie zügig einleiten“, forderte Lenk und kündigte entsprechende Initiativen seiner Fraktion an. Rossmann berichtete über das vor wenigen Wochen von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gegründete „Textilbündnis“, dem Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften und andere gesellschaftliche Gruppen angehören. Zu den Zielen des Bündnisses zählen der Einsatz für existenzsichernde Löhne und die Verbannung schädlicher Chemikalien bei der weltweiten Textilproduktion. „Hintergrund ist, dass ein Großteil unserer Kleidung, ob von Markenherstellern oder Discountern, in Billiglohnländern in Südostasien hergestellt wird“, so Rossmann.

Zur Verbraucheraufklärung sei vom Entwicklungsministerium für 2015 der Aufbau eines Internetportals geplant, das über die bereits bestehenden verlässlichen Siegel von „Fairtrade“, „GOTS“ (Global Organic Textile Standard) und „Fair Wear Foundation“ informiert.

Die TOP 21-Aktiven wiesen darauf hin, dass sozial- und umweltverträglich produzierte Kleidung vermehrt in Geschäften erhältlich ist, auch im Kreis Pinneberg. „Es gibt seit Jahren zweistellige Zuwachsraten. Immer mehr Verbraucher legen Wert darauf, dass ihre Mode sozial und ökologisch tragbar ist“, so Röhl.

Die Elmshorner SPD hat sich das Thema „fairer Handel“ für 2015 auf die Agenda geschrieben. „Elmshorn hat hier über die Kreisgrenzen hinweg eine regionale Vorreiterrolle. Die wollen wir ausfüllen“, betonte SPD-Ratsfrau Czemper. Die SPD lädt aus diesem Anlass für Mittwoch, den 7. Januar, um 9.30 Uhr zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Fairer Handel“ in den Elmshorner Wasserturm ein.

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