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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 21:49 Uhr

Fußball : Sieg von Verletzung überschattet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine schreckliche Szene gab es am Sonntag in der 27. Minute des Kreisliga-Spiels der 1. Herren des Heidgrabener SV gegen Gencler Birligi Elmshorn. HSV-Akteur Jesse Jacobsen wollte einen Ball wegschlagen, holte aus ‒ und traf Gencler-Stürmer Nihat Meric, der plötzlich dazwischengegangen war, voll am Knie. „Es war zwar ein Foul, für das man Jacobsen aber keinen Vorwurf machen kann ‒ er konnte sein Bein nicht mehr wegziehen“, urteilte HSV-Coach Ove Hinrichsen.

Nihat Meric blieb mit einer schweren Knieverletzung liegen und verlor mehrmals das Bewusstsein. HSV-Verteidiger Jan-Philip Bätz, der der Freiwilligen Feuerwehr angehört, fungierte als Ersthelfer. Nach einem Rettungswagen wurde auch noch ein Notarzt gerufen, ehe Nihat Meric ins Krankenhaus gefahren werden konnte. Es besteht Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Hinrichsen betonte: „Diese Verletzung rückt alles in den Hintergrund ‒ der gesamte Heidgrabener SV wünscht gute Besserung!“

Wenn die Gencler-Verantwortlichen einen Spielabbruch gewollt hätten, hätten die Heidgrabener dem „natürlich zugestimmt“, so Hinrichsen. Nachdem Nihat Meric abtransportiert worden war, baten die Krückaustädter um eine kurze Bedenkzeit und entschieden dann, weiterspielen zu wollen. So wurde die Partie nach einer halbstündigen Unterbrechung beim Stand von 0:1 (als HSV-Torwart Krystof Barth einen Ball schlecht klärte, schoss Baris Öztürk ihn von der Mittellinie aus genau unter die Latte/21.) fortgesetzt.

„Wir haben etwas Zeit benötigt, um diese Geschehnisse wegzustecken“, gab Hinrichsen zu. Die Gäste waren besser und erhöhten auf 0:2 (Christian Pätzel/35.), ehe auch die Heim-Elf wieder am Spiel teilnahm. Alexander Martin scheiterte mit einem Handelfmeter an Gencler-Keeper Sven Schulz (42.). Nur drei Minuten später sprach Schiedsrichter Alex Kahl (HSV Barmbek-Uhlenhorst) den Heidgrabenern aber einen zweiten ‒ und dieses Mal sehr umstrittenen ‒ Handelfmeter zu, den Julian Hansen zum 1:2-Paussenstand verwandelte (45.). „In der Kabine haben wir die Köpfe freibekommen und uns fortan auf Fußball konzentriert“, berichtete Hinrichsen. Martin egalisierte nach Julian Hansens Pass zum 2:2 (58.). Bei Gencler ließen jetzt die Kräfte nach und einen Freistoß von Julian Hansen, den Jacobsen vom langen Pfosten in die Mitte stocherte, drückte Mark Zipp zur 3:2-Führung über die Linie (70.). Die Gäste erhöhten nun noch einmal den Druck, doch als Dennis Malysz nach einem Pass von Tim Siebels von der Mittellinie aus freie Bahn hatte, machte er mit dem 4:2 alles klar (90.). „Wir haben zwar nicht unseren besten Fußball gespielt ‒ aber dass wir nach einem 0:2 so zurückgekommen sind, nötigt mir Respekt ab“, sagte Hinrichsen.

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erstellt am 18.Aug.2015 | 20:17 Uhr

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