zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 05:28 Uhr

Fußball : Sieg im Elfmeter-Krimi

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie hatten alle Chancen, das Holsten-Pokal-Drittrunden-Duell gegen den SC Egenbüttel III schon in der regulären Spielzeit oder spätestens in der Verlängerung zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch sowohl nach 90 als auch nach 120 Minuten stand es am Mittwochabend zwischen den beiden Kreisliga-Rivalen jeweils 3:3, so dass es ins Elfmeterschießen ging. Dieses entschieden die 3. Herren des TSV Uetersen dann mit 5:3 für sich und zogen in die 4. Runde ein. „Letztlich überwiegt die Freude darüber, dass wir gewonnen und uns belohnt haben“, atmete TSV-Trainer Michael Schippmann durch.

Auf dem Rasenplatz an der Jahnstraße hätte die Heim-Elf schon früh in Führung gehen können: Ertan Dilgin schickte Marcel Portofoé steil, dessen Lupfer aber klar über das Ziel ging (14.). Drei Minuten später verspielte der SCE-Keeper außerhalb seines Strafraums den Ball; Daniel Cordts ging an ihm vorbei, zielte dann aber aus 20 Metern am Gehäuse vorbei (Foto rechts). In der 39. Minute gingen die Hausherren aber in Führung: Einen hohen Ball verlängerte Portofoé per Kopf zu Cordts, der freie Bahn hatte und zum 1:0 traf.

Nach der Pause spielte Andreas Stubben nach einem Ballgewinn einen Doppelpass mit Dilgin, der die Kugel zu Matthias Stubben spitzelte ‒ und der „Joker“ stach prompt zum 2:0 (49.). Nach dem 2:1-Anschlusstreffer der Egenbütteler (66.) ließen die Hausherren einige gute Chancen ungenutzt verstreichen. Als Matthias Stubben einen Ball abfing und selbst zum 3:1 versenkte (82.), schien dies allerdings eine Vorentscheidung zu sein ‒ zumal ein SCE-Akteur die Gelb-Rote Karte sah (83.). „Danach haben wir nicht mehr genug investiert, sondern auf den Verwaltungsmodus umgeschaltet“, klagte Schippmann.

Dies rächte sich, denn trotz Unterzahl glichen die Gäste durch einen späten Doppelschlag zum 3:3 aus (85., 88.) und retteten sich in die Verlängerung, obwohl sie in der 90. Minute noch eine zweite Ampelkarte kassierten. Dass in der 30-minütigen Extra-Spielzeit elf Uetersener gegen neun Egenbütteler spielten, war zunächst nicht zu sehen: „Unser Gegner hat gut gekämpft, während unsere Spieler glaubten, sie könnten nun ein paar Schritte weniger ma- chen ‒ es sah fast so aus, als wären wir in Unterzahl“, gestand Schippmann. Erst in der zweiten Hälfte der Verlängerung bekam die Heim-Elf das Geschehen in den Griff, agierte aber zu überhastet.

Im somit fälligen Elfmeterschießen trafen mit Markus von Drathen, Matthias Stubben, Marcel Lügger, Dilgin und Lennart Boisen die ersten fünf TSV-Schützen allesamt. Weil der SCE-Kapitän, der als dritter Akteur seines Teams antrat, an TSV-Torwart Pascal Freundt scheiterte, steht Uetersen III erstmals überhaupt in der 4. Runde des Pokals.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Aug.2015 | 19:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert