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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 23:42 Uhr

Sie wollen Flüchtlinge einstellen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie wollen Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren. 50 junge Unternehmer und Führungskräfte hielten am Freitag in der Elmshorner Nordakademie die Delegiertenversammlung der Wirtschaftsjunioren des Landesverbands Hanseraum ab. Er umfasst Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Teilnehmer stellten sich damit hinter das Positionspapier der Wirtschaftsjunioren Deutschland mit dem Titel „Junge Wirtschaft heißt willkommen!!“

Das Elmshorner Vorstandsmitglied Matthias Lange sagte gegenüber den UeNa: „Wir sind überzeugt, dass die Integration in den Arbeitsmarkt der richtige Schritt ist, diese jungen Menschen in die Gesellschaft zu integrieren.“ Der Verband regt zum Beispiel mit dem Projekt „Coach 4 live“ dazu an, dass junge Unternehmer Flüchtlinge bei Behördengängen und der Wohnungssuche begleiten.

Informationen für Unternehmer, die Flüchtlinge einstellen wollen, bietet die Arbeitsagentur mit den Broschüren „Potentiale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen“ und „Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen“. Sie können heruntergeladen werden unter https://www.arbeitsagentur.de/ web/content/DE/Unternehmen/index.htm

Das Positionspapier

Geeignete Strukturen für die Integration von Flüchtlingen, auch in den Arbeitsmarkt, fordern die Wirtschaftsjunioren Deutschland. Ihr Positionspapier umfasst elf Punkte: 1. Asylverfahren durch mehr Personal im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beschleunigen,

2. im Ausland Wege der legalen Einwanderung bewerben, um Fachkräfte zu holen,

3. Akadamikern von außerhalb der EU mit der Blue-Card eine Arbeitserlaubnis erteilen, wenn sie ein Bruttojahresgehalt von 30000 Euro vorweisen können (bisher 48400 Euro); Liste der Mangelberufe ausweiten,

4. den Wechseln von einem Asyl- in ein Migrationsverfahren ermöglichen,

5. die Prüfung, ob für eine Arbeitsstelle Fachkräfte aus Deutschland oder EU-Staaten gegenüber Flüchtlingen vorzuziehen sind, abschaffen,

6. jungen Asylsuchenden und Geduldeten einen schnelleren Zugang zu Praktika erlauben, 7. Flüchtlingen nach der Ausbildung ein zweijähriges Bleiberecht unabhängig vom Asylstatus gewähren,

8. Qualifikationen bereits beim Erstgespräch im BAMF durch einen Vertreter der Arbeitsagentur abklären lassen,

9. Möglichkeiten zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse offensiv bewerben,

10. Deutschkurse für Geduldete mit guter Bleibeperspektive von Anfang an anbieten,

11. bundesweit einen Freiwilligendienst Asyl einführen. (jhf)

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erstellt am 19.Okt.2015 | 20:26 Uhr

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