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Cäcilie-Bleeker-Park : „Sie werden bei mir kein Streitschlichter, Herr Stief!“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer austeilt, muss auch einstecken können! Getreu dieses Mottos reagierte Bürgermeisterin Andrea Hansen auf das „Sommertheater“, so ihr Worte, das Andreas Stief während ihrer urlaubsbedingten Abwesenheit losgetreten habe. Die Bürgermeisterin kritisierte das Agieren des CDU-Fraktionsvorsitzenden am Dienstag im Hauptausschuss mit deutlichen Worten.

Der CDU-Ratsherr habe die Stadt mit seiner Aktivität in Sachen „Entfernung der Grabplatten“ in die Schlagzeilen gebracht. Dabei habe sie noch vor den Sommerferien für Aufklärung in dieser Angelegenheit gesorgt.

Die Bürgermeisterin war in „Geberlaune“, als sie die Aktion von Stief, der die Sitzung des Hauptausschusses leitete, geißelte. Hinterlist schließe sie beim Christdemokraten aus. Vielmehr sei es wohl politisches Kalkül. Nach wie vor verkrafteten offensichtlich einige den Ausgang der Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr nicht. Wieder persönlich werdend, informierte Andrea Hansen Stief darüber, dass dieser sich bei ihr als Streitschlichter nicht bewerben brauche. Beim Thema Grabplatten bedürfe es Maß und Mitte, so die Bürgermeisterin abschließend.

Der so Angesprochene wehrte sich mit den Worten, dass er für Transparenz gesorgt habe, indem er die Entscheidung der Bürgermeisterin über die Kommunalaufsicht korrigiert und die ganze Angelegenheit öffentlich gemacht habe. Darauf konterte Andrea Hansen, dass es eine klare Anweisung der Kommunalaufsichtsbehörde des Kreises gegeben habe, an die sie sich penibel gehalten habe. Dass die ganze Sache schließlich in der Zeitung zu lesen gewesen sei, sei das Resultat eines Bruchs von Vertraulichkeit.

Die Wortgefechte mündeten in der Abstimmung über einen CDU-Antrag, für deren Annahme FDP-Ratsherr Rolf Maßow, Mitglied der CDU-Fraktion, geworben hatte.

Ergänzend zu den bisher vorliegenden Informationen über die Entfernung und Entsorgung der Grabplatten aus dem Cäcilie-Bleeker-Park sollen demnach bis zum 11. September dieses Jahres nachfolgende Fragen beantwortet werden:

 Warum hat Bürgermeisterin Andrea Hansen nicht gehandelt und die Entfernung sowie Entsorgung der Grabplatten verhindert, obwohl sie mit Beginn beziehungsweise während der drei Tage andauernden Entfernung und Entsorgung am 1. Juni darüber unterrichtet worden war?

 Warum hat Bürgermeisterin Andrea Hansen den Hauptausschuss nicht korrekt darüber informiert, das Sie über die Entfernung und Entsorgung der Grabplatten bereits am 1. Juni 2015 und nicht wie angegeben am 11. Juni 2015 informiert worden war?

 Warum ist es unterlassen worden, Informationen zum Vorgang Grabplatten Cäcilie-Bleeker-Park für den Zeitraum August 2014 bis Juni 2015 zur Verfügung zu stellen? Die gesamte mit diesem Vorgang in Zusammenhang stehende Akte ist der Selbstverwaltung zur Verfügung zu stellen.

Der Antrag wurde mit Stimmen von CDU-, BfB- und Grünen-Fraktion gegen die Stimmen der SPD-Fraktion angenommen.

Die Sozialdemokraten hatten während eines Redebeitrages von SPD-Ratsherr Dieter Schipler deutlich werden lassen, dass die Bürger ihrer Ansicht nach kein Interesse mehr an der Thematik hätten.

Vielmehr wünschten diese sich, dass von politischer Seite jetzt endlich die wirklichen Probleme in der Rosenstadt angepackt würden.

Gerade erst am Montag habe ihn ein Bürger diesbezüglich angesprochen und sich hinsichtlich des „Sommertheaters“ bei ihm beschwert.

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erstellt am 02.Sep.2015 | 19:04 Uhr

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