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Tschüs : Sie sind stark genug für die weitere Reise

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schreiben können sie ganz prima, auch mit dem Lesen klappt es allerbest, und dann erst das Rechnen … Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Heidgrabens Viertklässler sind für die Zukunft gut gerüstet. Und aus diesem Grund durften sie bereits gestern in die Ferien gehen, einen Tag früher als ihre jüngeren Mitschüler.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2012 | 21:59 Uhr

Entlassen wurden sie mit einer Abschiedsfeier, zu der sie auch selber einiges beitrugen. Schwer fiel die Trennung wohl vor allem Klassenlehrerin Daniela Wagner, waren die 31 Kinder, die 2008 eingeschult wurden, doch ihre erste Klasse. In einer kurzen Rede erinnerte sie sich an ihre eigene Nervosität, noch verstärkt durch die Umstände, dass die Klasse mit 21 Jungs nicht gerade geschlechterparitätisch besetzt war, kaum zu unterscheidende Drillinge (Jungs) erwartungsvoll vor ihr saßen, und die Klasse auch noch ein Zwillingspärchen (Junge und Mädchen) zu bieten hatte.

Von den anfänglichen Bedenken ist außer Stolz und Zuneigung nichts geblieben. „Ihr habt Euch zu einer ganz tollen Klassengemeinschaft entwickelt“, lobte die Pädagogin, die inzwischen selber Mutter von Zwillingen ist (Jungs). Die durch ihre Schwangerschaft bedingten Lehrerwechsel hätten den Kindern nicht geschadet, sondern sie im Gegenteil stark gemacht.

Das sah Schulleitin Ingeborg Liebich ähnlich. Gut gerüstet seien die Großen inzwischen, stark genug, „auf die weitere Reise zu gehen und die Herausforderungen zu bewältigen“. „Ihr seid liebenswert“, rief sie den scheidenden Kindern zu. Auch ihr falle der Abschied schwer.

Mit der vierten Klasse gehen zahlreiche äußerst aktive Kinder, die sich als Streitschlichter engagierten, einmal in der Woche die Hausaufgabenbetreuung übernahmen, die Interessen ihrer Mitschüler als Klassensprecher vertraten und ganz nebenbei auch noch im Chor sangen. Nicht wenige waren überall dabei.

Und geschliffene Reden halten können sie auch noch. Sophia und Jolin traten den Beweis an und erinnerten in ihrem kurzen Vortrag an eine tolle und spannende Grundschulzeit. „Wir haben uns an dieser Schule aufgehoben gefühlt“, sagte Sophia etwas wehmütig. Bedacht mit Geschenken, guten Wünschen und einer Zeugnismappe wurden die Kinder schließlich in ihre Ferien geleitet. Schluss mit Grundschule!

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