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Neujahrsempfang der Chorknaben Uetersen : Sie sind jung, keck und überaus erfolgreich

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Chorknaben hatten zum Neujahrsempfang eingeladen, und mehr als 200 Gäste folgten dieser in den großen Saal der Gastwirtschaft „Zur Erholung“, dem ältesten Gasthaus der Rosenstadt, wie Bürgermeisterin Andrea Hansen während ihrer Grußworte unterstrich. Die Mischung aus Tradition und Moderne sei es, die Uetersen auszeichne und auch die Sänger über deren Chorliteratur. Sowie das gute Gemeinschaftsgefühl. Der Chor zeige, dass eine gute Gemeinschaft über Ortsgrenzen hinweg machbar sei. Denn mitnichten kämen alle Jungs aus Uetersen.

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erstellt am 13.Jan.2013 | 18:45 Uhr

Wie anschließend auch Fördervereinsvorsitzender Lutz Wesch wünschte sie dem Chor und allen, die Verantwortung tragen, ein erfolgreiches Jahr 2013. Wesch ist seit gut einem Jahr Vorsitzender des Vereins, der im Hintergrund wirkt und dem Chor finanziell den Rücken stärkt.

Solche Vereine aber auch Sponsoren, Mäzene und natürlich die beitragszahlenden Choreltern brauche es heute, sagte Knabenchor-Vorsitzender Michael Lohmann. Gelder von staatlicher Seite seien knapp, die private Seite werde daher in Zukunft eine immer entscheidendere Rolle einnehmen, mutmaßte Lohmann.

Der Chef des 120 Jungen und Männer zählenden Chores (inklusive aller Vorchorgruppen) freute sich, unter den Anwesenden Uetersens Bürgervorsteherin Heike Baumann, den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier, die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies, viele Vertreter aus der Kreis- und Lokalpolitik, neben Andrea Hansen auch Torneschs Bürgermeister Roland Krügel und Heidgrabens Bürgermeister Udo Tesch, in Vertretung von Karl-Heinz Weinberg aus Moorrege Georg Plettenberg sowie Ulrike Kasprick von der Sparkasse Südholstein und Reimer Schölermann von der VR-Bank Uetersen begrüßen zu können.

Lohmann dankte den Sponsoren, den Kirchengemeinden für das regelmäßige Überlassen ihrer Räumlichkeiten, der Stadt dafür, dass sie das Chorheim so günstig zur Verfügung stellt und allen Eltern für die fortwährende Unterstützung auch als „Taxi“.

Sein Rückblick hinsichtlich des Konzertjahres beschränkte sich auf einige Höhepunkte. Er nannte den Auftritt im Hamburger „Michel“ bei der Matthäuspassion, die Uraufführung von Gloria Brunis „Ringparabel“ in der Laeiszhalle anlässlich des 250. Geburtstages der Hamburger Freimaurerloge und die weiteren Uraufführungen, bei denen zuweilen auch das stimmlich vertraute Terrain verlassen worden sei. „Beeindruckend!“, zog Lohmann den Hut vor den jungen Sängern. „Ihr könnt stolz auf eure und die Leistung eures Chorleiters sein.“ „Wir erleben, wie aus Talenten Könner und dann geschulte Sänger werden, die auch schwierige Musikstücke singen können und das scheinbar spielend“, fügte der Vorsitzende hinzu.

Für das musikalische Begleitprogramm beim Neujahrsempfang zeichneten die Chorknaben – wen wundert das – natürlich selbst verantwortlich. Die angekündigte „kulturelle Überraschung“ erfolgte durch Björn Högsdal. Der 1975 in Köln Geborene schreibt Punchline-Prosa, kabarettistische Lyrik und Satiren.

Seine Texte befassen sich mit der Absurdität des Alltäglichen ebenso, wie mit der Alltäglichkeit des Absurden und sind Literatainment, also kurzweilige Literaturperformance mit schwarzem Humor, Bühnentauglichkeit und hohem Unterhaltungsfaktor. Die Kostproben seines Könnens amüsierten das Publikum vortrefflich.

Das Jahresprogramm der Chorknaben stellte schließlich Chorleiter Hans-Joachim Lustig vor (siehe: „www-chorknaben-uetersen.de“). Auch 2013 wartet auf die Sänger viel Arbeit. Unter anderen geht es im Herbst ins Baltikum.

Die Anwesenden waren sich sicher, dass es dem Chor daher erneut mehrfach gelingen werde, den Namen seiner Heimatstadt würdig zu vertreten.

Dass der Chor ein toller Werbeträger sei, unterstrich auch die Bürgermeisterin, die dem Chor dafür dankte.

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