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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 03:59 Uhr

Verkehrsgipfel : Sie haben sich wieder alle lieb

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Säbelgerassel vor dem „Verkehrsgipfel“ zwischen Andrea Hansen und Roland Krügel war unüberhörbar.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2012 | 20:52 Uhr

Die Uetersener Bürgermeisterin und der Tornescher Verwaltungsleiter hatten vor dem gestrigen Treffen im Rathaus der Rosenstadt ihre Sichtweisen der Dinge auf den Tisch gepackt, und die klangen alles andere als versöhnlich.

Uetersens Politiker hatten die Erweiterungspläne von HellermannTyton auf Eis gelegt, Krügel war darüber mehr als nur verärgert. Die Rosenstädter wollten Tornesch dazu zwingen, ein Verkehrskonzept in Auftrag zu geben, von Tornescher Seite sprach man bereits von „Erpressung“. Das war die Ausgangslage vor dem „Krisengipfel“. Doch dann das: Bauausschussvertreter, Bürgermeister und Stadtplaner der Verwaltungen beider Städte stellten nach dem Fachgespräch, bei dem Informationen ausgetauscht, die jeweiligen Interessen dargelegt und über Vorschläge gegen einen Verkehrsinfarkt in der Region nachgedacht wurde, fest, dass dieses Treffen äußerst nützlich gewesen war. Und dass man sich auch in Zukunft diesbezüglich austauschen wolle. Harmonie ohne Schnörkel. Es waren insbesondere fünf Punkte, die als Ergebnis der Unterredung festgehalten werden können: – Über verkehrsbezogene Problemstellungen und Maßnahmen im Zuge des Neubauvorhabens „Tornesch – Am See“ wird Tornesch die Gremien in Uetersen zeitnah und laufend unterrichten.

– Die Vertreter der Stadt Tornesch werden den Gremien ihrer Selbstverwaltung empfehlen, umgehend eine Untersuchung des künftigen Verkehrs als integriertes Verkehrskonzept in Auftrag zu geben und die Ergebnisse auch den Nachbarkommunen zur Verfügung zu stellen.

– Die Vertreter Uetersens werden auf dieser Grundlage den Gremien der Selbstverwaltung empfehlen, der 14. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Tornesch zuzustimmen. – Beide Städte werden noch in diesem Jahr die beiden anderen Beteiligten des gemeinsamen F-Plans, Vertreter Moorreges und Heidgrabens, zu einem Fachgespräch Verkehr einladen, um eine Abstimmung der Gesamtregion zu erreichen. Einen herausragenden Stellenwert erhält dabei die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs.

– Beide Städte setzen sich in einem Regionalpakt mit den Umlandgemeinden für vermehrte Zughalte am gemeinsamen Bahnhof in Tornesch sowie die Planfeststellung zum Ausbau der Kreisstraße 22 (K22) noch in diesem Jahr ein. Einem vorgezogenen Teilausbau der Kreisstraße stehen beide Städte positiv gegenüber.

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