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Privatinitiative in Uetersen : Sie haben immer wieder neue Ideen für Beete

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Uetersen blüht auf“ verschönert die Stadt und sucht laufend Spender und weitere ehrenamtliche Helfer.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2017 | 12:30 Uhr

Uetersen | Die Privatinitiative „Uetersen blüht auf“ kümmert sich um das äußere Erscheinungsbild der Fußgängerzone (FuZo) und weiterer Beete in der Rosenstadt. Erst kürzlich wurde das Feld um Bepflanzungen in der Marktstraße erweitert. Die Initiative lebt dabei von Spenden und den helfenden Händen Ehrenamtlicher.

Gestartet wurde „Uetersen blüht auf“ vor vier Jahren, als sich Geschäftsleute und Kunden über das wenig freundliche Äußere der FuZo ärgerten. Der Stadt Uetersen, seit 2012 unter dem Rettungsschirm, fehlten die Mittel für eine intensive Pflege. Doch da halfen sich die Initiatoren Carsten und Doris Schwenn, Bodo Spangenberg (Schlüsseldienst) und Ricarda Veselsky (Presse-Café) sowie Frank Hoop selbst und gründeten die Bürgerinitiative, die eng mit der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG Uetersen) zusammenarbeitet.

Vier große Einsätze erfordert die Beetpflege jedes Jahr, hübsche Blümchen und Grünpflanzen werden dann jahreszeitlich angepasst: „Mit der Frühjahrsbepflanzung starten wir Mitte April, sodass zum Cityfest Anfang Mai alles schön ist“, erklärt Veselsky. Und wie jeder Gartenfreund weiß, ist es mit dem Pflanzen allein nicht getan, die ganze Saison über muss Unkraut gezupft werden. Erst kürzlich haben die Ehrenamtlichen die Sommerblumen entfernt und schadhafte Beeteinfassungen aus Holz durch langlebigere, tönerne ersetzt. Mitte November werden die Beete mit Tannengrün winterfest gemacht und weihnachtlich geschmückt.

Wie der Name der Privatinitiative schon verrät, ist deren Einsatz nicht auf die Fußgängerzone beschränkt. Das Willkommensbeet an der südlichen Hauptkreuzung vor der Feldmühle geht ebenso auf ihr Konto, wie seit neuestem auch die Pflege der Rosenbeete in der Altstadt. Hierzu wurde eigens ein Arrangement mit den Klosterfreunden geschlossen. Neben blühenden Beeten haben die Initiativler viele weitere kreative Ideen verwirklicht, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten: Stromkästen wurden mit Graffitis örtlicher Sehenswürdigkeiten zum Kunstwerk, ein alter Kühlschrank am Markt zum offenen Bücherschrank umfunktioniert.

Die Mitglieder von „Uetersen blüht auf“ sind alle ehrenamtlich im Einsatz, nichtsdestotrotz sind sie auf Spenden angewiesen. Wie teuer die Beetpflege ist, das haben sie in einem Flyer zusammengestellt. Um ein Beet mit Stiefmütterchen zu bepflanzen, werden 40 Euro benötigt, Sommerblumen kosten 80 Euro und die weihnachtliche Deko 50 Euro pro Beet. Neben einmaligen oder regelmäßigen Zuwendungen per Überweisung können Sponsoren auch Bargeld in die Spardosen werfen, die im Presse-Café und beim Schlüsseldienst Spangenberg aufgestellt sind.

Patenschaften für ein Beet sind willkommen

„Man kann auch die Patenschaft für ein Beet übernehmen“, erläutert Veselsky. „Sie spenden, und wir übernehmen die Pflege.“ Wer 50    Euro und mehr spendet, wird auf einer Ehrentafel veröffentlicht. „Im nächsten Jahr, an den Apfeltagen“, verrät Hoop, „wollen wir auf dem Marktplatz per Fahrradmarathon Spenden auftreiben.“ Auf Standfahrrädern sollen innerhalb von 48 Stunden 10  000 Kilometer zurückgelegt werden. Die Teilnehmer suchen sich im Vorfeld Sponsoren, die einen Euro pro gestrampeltem Kilometer beisteuern.

Nun steht allerdings erst einmal Weihnachten vor der Tür. „Für die Dekoration haben wir uns ein bisschen was Neues einfallen lassen“, kündigt Veselsky an. Und startet gleich einen Aufruf: „Ganz akut benötigen wir einen Helfer, der die Weihnachtsbäume mit Lichterketten bestückt.“

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