Polizeistatistik : Sicheres Pflaster

In der Rosenstadt lebt es sich weiterhin sicher. Das ist die Einschätzung von Polizei-Stationsleiter Frank Lassen nach Auswertung der Kriminalitätsstatistik 2012. Nach wie vor gebe es viel Kriminalität in der Rosenstadt. Nach der Häufigkeitszahl liegt Uetersen diesbezüglich direkt hinter Elmshorn. Die Häufigkeitszahl spiegelt die Anzahl der Straftaten bezogen auf 100000 Einwohner wider. Automatisch ergibt sich so ein vergleichbares Ranking.

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12. April 2013, 21:25 Uhr

In absoluten Zahlen ausgedrückt wurden 2012 in Uetersen 1140 Anzeigen aufgenommen. Davon konnten 625 aufgeklärt werden, was einer Quote von 54,8 Prozent entspricht (kreisweit beträgt diese 47,1 Prozent).

Eine Vielzahl von Straftaten im Stadtgebiet (291) betrifft nach wie vor den einfachen Diebstahl (auch Ladendiebstahl, 92) sowie einfache und schwere Körperverletzung (176). Wobei es sich in der Regel um Beziehungstaten handelt, Opfer und Täter sich also kennen. Insbesondere fallen dabei junge Männer unterhalb von 30 Jahren auf.

Ins Gewicht fallen auch die Einbrüche (296), wobei 2012 die Tageswohnungseinbrüche mit zwölf Taten eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Täter fühlen sich am Tage offensichtlich nicht wohl in Uetersen, vielleicht, weil ihnen die Anbindung (Fluchtweg) fehlt. Die Polizei konnte im vergangenen Jahr eine Serie von Schmierereien aufklären, von 30 Fällen (mit zum Teil 100 Einzelanzeigen) konnten 27 aufgeklärt werden. Tötungsdelikte gab es 2012 nicht in Uetersen, wohl aber sechs Widerstandshandlungen gegen Vollzugsbeamte, darunter eine Gefangenenbefreiung.

Kein Thema mehr ist für die Uetersener Polizei die Kriminalität an Schulen, denn sie fiel 2012 so gut wie nicht ins Gewicht. Das war in anderen Jahren schon einmal dramatischer, als das „Abziehen“, der schwere Raub, seine Kreise auch an Rosenstädter Schulen zog. Immerhin: Die Kriminalität verharrt in Uetersen auf hohem Niveau, wobei man sich alles andere als unwohl fühlen müsse als Bürger. Täter und Opfer seien in der Regel jüngeren Alters, man kenne sich und falle zudem regelmäßig auf.

Frank Lassen aber weiß, dass es insbesondere bei den Senioren Ängste gibt, die man natürlich auch ernst nehme. Daher werde es natürlich auch in Zukunft Präventionsveranstaltungen für diese Bevölkerungsgruppe geben.

Die Gruppe innerhalb der Bevölkerung, die bei den Straftaten (Körperverletzungsdelikte, Raub) eine Hauptrolle spiele, nämlich die jüngeren, hätten hingegen keine Angst.

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