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Kontakt mithilfe der Sonne : Sensationelle CB-Funk-Verbindung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das hatte Funkamateur Norbert Meyer aus Uetersen noch nicht erlebt: Der „alte Hase“ und leidenschaftliche CB-Funker, saß am 18. Mai wieder einmal an seiner Station. Plötzlich hörte er eine Stimme, die ihm nicht vertraut war. CB-Funker, wenn sie seit Jahren aktiv sind, kennen sich normalerweise. Denn die Reichweiten ihrer Stationen betragen im günstigsten Fall 80 Kilometer. Doch den Funker, den er nun angepeilt hatte, kannte Meyer noch nicht. Kein Wunder: Betreibt dieser im Ruhestand lebende Auswanderer seine Station doch auf den Azoren (Vila do Porto, Santa Maria). Die Luftlinie zwischen beiden Orten beträgt 3240 Kilometer.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 18:13 Uhr

Wie ist das möglich? Funker führen das Phänomen auf die große Anzahl der „Sonnenflecken“ zurück, die derzeit vorherrschen. Das Maximum dieser war bereits im vergangenen Jahr, sodass mit solchen Überreichweiten demnächst erst wieder in etwa elf Jahren gerechnet werden kann.

Norbert Meyer und sein neuer Funkfreund wollen den Kontakt aufrecht erhalten. Von den Azoren gab’s daher bereits erste Post, unter anderem die begehrte QSL-Karte, Nachweis über eine geglückte, neue CB-Funkverbindung. Mitgeschickt wurde auch ein Touristenführer – für einen leibhaftigen Azoren-Besuch des Ueterseners. Norbert Meyer will das Paket natürlich nicht unbeantwortet lassen. Noch heute wird der 64-Jährige sein Päckchen zur Post bringen. Bestandteil ist – natürlich – auch diese UeNa-Ausgabe.

CB-Funk wird für alle Arten von privater, nichtkommerzieller Funkkommunikation benutzt. Durch das Aufkommen von Mobiltelefonen und Internet hat der CB-Funk seit den 1980-er Jahren allerdings stark an Popularität verloren und wird heute im Wesentlichen nur noch von Liebhabern betrieben, die mit dieser Technik groß geworden sind. Das Schönste am CB-Funk ist, dass es sich dabei um einen kostenfrei nutzbaren Sprech- und Datenfunk handelt, der ohne Lizenz betrieben werden kann.

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