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Bebauungsplan : Seniorengerechtes Wohnen für Heist

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Gemeinde soll es ein Wohnangebot speziell für ältere Heistmer geben. „Wir wollen seniorengerechtes Wohnen schaffen“, erklärt Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU).

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2012 | 21:09 Uhr

Die Möglichkeit bietet sich mit dem neuen Bebauungsplan17, der an der B431 geplant ist. Das Areal liegt von der Wedeler Chaussee aus gesehen hinter dem Netto-Supermarkt und wird durch Kleine Twiete, Hamburger Straße und Große Twiete begrenzt. Im März hatten die Dorfpolitiker ihr grundsätzliches Okay gegeben. Derzeit steht das Gemeindeoberhaupt in Verhandlungen mit dem Investor. 40 bis 50 Wohneinheiten sollen dort errichtet werden. Das Vorhaben wird in zwei Bauabschnitten realisiert.

Die Idee für das seniorengerechte Wohnen kommt vom Bürgermeister. Entwickelt hat er sie zusammen mit René Goetze vom Amt Moorrege.

Ältere Heistmer hätten mit ihm über ihre Wohnsituation gesprochen. „Dem einen ist das Haus zu groß geworden“, berichtet der Christdemokrat. „Der andere hat eine Treppe, die er nicht mehr so gut bewältigen kann.“ Diese Menschen suchen eine neue Bleibe, wollen möglichst weiter in der Gemeinde leben.

Für Neumann ist die anvisierte Fläche ideal, denn es gibt direkt vor der Tür einen Nahversorger und verkehrsmäßig wären die Senioren an der Bundesstraße mit Linienbusverkehr gut angebunden.

Mit dem Baugebiet will der Bürgermeister noch ein zweites Ziel erreichen. „Wir brauchen Wohnraum für junge Familien“, sagt er.

Als Beleg nimmt er einen Neubau an der Haseldorfer Straße. Dort entstand ein Gebäude mit vier Wohnung á rund 80 Quadratmetern. „Die waren im Nu weg“, sagt er. Deswegen soll es im B-Plan17 neben Einzel- und Doppelhäusern auch Reihenhäuser geben. Erstmals öffentlich über die Pläne diskutiert wird während der Bauausschusssitzung am 12. März. Neumann hofft, dass Ende 2012 die Planungen für das Baugebiet abgeschlossen sind. Danach könnten die Häuslebauer starten.

Bereits 2005 war über das Baugebiet an der B431 diskutiert worden. Damals hatte die Landesplanung den Plänen der Heistmer Politiker jedoch eine Absage erteilt. Aus der Sicht der Kieler wäre das Dorf damit zu stark gewachsen. Durch die schwarz-gelbe Reform der Landesplanung ist das Baugebiet möglich geworden.

Selbstbestimmtes Leben im Alter: In mehreren Gemeinden gibt es Bemühungen, seniorengerechtes Wohnen zu schaffen. Älteren Menschen soll die Möglichkeit gegeben werden, selbstbestimmt zu leben. Zudem soll ihnen die bekannte dörfliche Umgebung erhalten bleiben.

Die ersten waren die Haseldorfer. Dort liegt allerdings das Projekt des Generationenparks am Neuen Weg nach dem Ausstieg des Investors brach. In Hetlingen hat die Gemeinde im Neubaugebiet „Achter de Kark“ eine Fläche für ein Seniorenhaus reserviert. Realisiert werden soll dies über einen Investor, doch es hat bisher noch keiner nachhaltiges Interesse gezeigt. Weiter ist man da in Holm. Mit der Baugenossenschaft „GKB Pinneberg“ gibt es einen Partner, der acht bis zehn Wohnungen bauen will. Derzeit streitet man sich über die ersten Planungen. Aus der Sicht der Holmer Politiker passt der Entwurf nicht ins Dorfbild.

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